Wetter

Hagel-Gewitter im Anmarsch – Karte zeigt, wo es kracht

Ein kräftiges Hagel-Gewitter steuerte am Dienstag auf weite Teile Österreichs zu – und auch in der Nacht auf Mittwoch tobte ein Unwetter. Die Details.
31.05.2022, 14:00

Aus Südwesten erfassen in den kommenden Tagen wieder feuchtwarme Luftmassen den Alpenraum, damit steigt die Gewitterneigung wieder an. Bereits Dienstagnacht, pünktlich zum meteorologischen Sommerbeginn, wüteten im Osten des Landes Gewitter mit Starkregen.

Der Mai war zwar außergewöhnlich warm, die vergangenen drei Tage waren aber kühler als üblich und zuletzt wurde am 27.5. ein Sommertag verzeichnet. Der kurze, kühle Wetterabschnitt wird aber bereits heute beendet, so steigen die Temperaturen am Nachmittag bei überwiegend sonnigem Wetter auf 25 bzw. lokal auch 26 Grad im Osten des Landes, was per Definition einem Sommertag entspricht.

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Gewitter in der Nacht

Im Laufe des Nachmittags entstehen im westlichen Bergland aber erste Regenschauer, die sich im Laufe des Abends unter Verstärkung entlang der Nordalpen ostwärts ausbreiten. Auf dem Weg nach Osten treffen sie auf zunehmend feuchtwarme Luft, somit steigt die Gewitterbereitschaft vor allem ab etwa Salzburg ostwärts an.

Bei starker Höhenströmung werden die Bedingungen für Gewitter also am Abend günstiger und kurz vor Mitternacht zeichnen sich dann besonders im östlichen Flachland Schauer und Gewitter ab. Die Unwettergefahr hält sich in Grenzen, vom Traunviertel bis ins östliche Flachland kann es aber dennoch streckenweise zu teils stürmischen Windböen um 60 km/h, Starkregen und kleinem Hagel kommen.

Eine Luftmassengrenze liegt quer über dem Alpenraum.
GFS/UBIMET

Beständig unbeständig

Wie bereits am Wochenende angekündigt, steigen die Temperaturen im Laufe der zweiten Wochenhälfte weiter an und zum Wochenende hin wird es schwülwarm. Ab Freitag ist regional auch die 30-Grad-Marke in Reichweite. Das Wetter gestaltet sich allerdings nach wie vor unbeständig, da wir weiterhin im Bereich einer Luftmassengrenze liegen, die sich quer über Mitteleuropa erstreckt.

Diese kommt zwar langsam nordwärts voran, weshalb die Temperaturen hierzulande ansteigen, die warme Luft wird aber nicht von einem Hoch begleitet. Kleine Randtröge (Tiefausläufer) nördlich der Alpen sorgen dagegen nahezu täglich vor allem im Bergland für Schauer und Gewitter, wobei die Unwettergefahr in der zunehmend energiereichen Luft speziell ab Donnerstag zunimmt.

Der Ausblick

Am Mittwoch zieht der Regen in den frühen Morgenstunden nach Osten ab, vor allem im Flach- und Hügelland kommt häufig die Sonne zum Vorschein. In der feuchten Luft bilden sich aber rasch wieder Quellwolken und zunächst über den Bergen Regenschauer. In der zweiten Tageshälfte breiten sich die Schauer und Gewitter an der Alpennordseite aus, oft trocken bleibt es dagegen in den südlichen Becken und im östlichen Flachland. Von West nach Ost erreichen die Temperaturen 19 bis 27 Grad.

Der Donnerstag beginnt gebietsweise mit Restwolken, an der Alpennordseite und im Nordosten vereinzelt auch mit Regenschauern. Ab dem Vormittag kommt im Norden und Osten immer häufiger die Sonne zum Vorschein, im Bergland halten sich dagegen einige Wolken und ab Mittag gehen hier verbreitet Regenschauer nieder. Besonders im Südosten sind auch kräftige Gewitter dabei. Je nach Sonne liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 28 Grad.

Am Freitag dominiert abseits der Alpen der Sonnenschein. Im Bergland und im Süden halten sich anfangs Restwolken, am Vormittag wird es auch hier zumindest zeitweise sonnig. Ab Mittag nimmt die Schauer- und Gewitterneigung jedoch wieder zu, wobei die Gewitter vor allem entlang der Nordalpen kräftig ausfallen können. Mit 23 bis 30 Grad wird es allgemein frühsommerlich warm.

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