Nach dem Schnee kommt nun Frost

Nach gut zwei Wochen Schnee ohne Ende sorgt ein Zwischenhoch bis Donnerstag für Wetterberuhigung. Dann kommt Frost – und nochmal Schnee.
Heftige Schneefälle haben weite Teile des Landes seit Anfang des Jahres fest im Griff. Jetzt beruhigt sich die Lage allmählich. Heute wird kein (oder stellenweise nur sehr wenig) Niederschlag erwartet. Das sind gute Nachrichten für die besonders betroffenen Regionen.

Ramsau am Dachstein wurde in der Nacht auf Dienstag von einer gewaltigen Lawine überrascht. Hier ist Beruhigung dringend nötig, um die wichtigen Aufräumarbeiten zu erledigen. Die Lawinengefahr ist aber weiterhin nicht gebannt – im Gegenteil: Gerade Warnstufe 3 birgt für Wintersportler enorme Gefahr.

"Das nun ruhige Wetter macht es möglich weiter Schnee zu räumen und Dächer von der Last zu befreien. Zudem sind aufgrund der wenigen Wolken und guten Sicht auch viele Erkundungsflüge und kontrollierte Lawinensprengungen möglich. Viele Straßen werden wieder freigegeben", erklärt Ubimet-Chefmeteorologe Steffen Dietz.

In einigen Gebieten wurden Neuschneemengen gemessen, die es sonst in 100 Jahren nicht gibt. Allein in Hochfilzen in Tirol sind vom 1. bis zum 15. Jänner 451 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen.

CommentCreated with Sketch.3 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. "Viel Schnee ist am gestrigen Dienstag nicht mehr gefallen, ab dem Abend blieb es weitgehend trocken. Der Schnee konnte sich setzen, so dass die heutigen absoluten Schneehöhen etwas niedriger ausfallen als die gestrigen", erklärt Dietz.



Größte Schneehöhen an bewohnten Orte

(Stand: Mittwoch, 7 Uhr):


Hochfilzen (T) 200 cm

Schröcken (V) 193 cm

Lackenhof am Ötscher (NÖ) 178 cm

Warth (V) 175 cm

Langen am Arlberg (V) 152 cm





Aber die wichtigste Frage: Wie geht es jetzt weiter? "Heute bleibt das Wetter ruhig und trocken. Morgen Donnerstag staut sich zum Einen in Kärnten von Süden her feuchte Luft und im Verlauf des Nachmittags beginnt es zu regnen, oberhalb von 800 bis 900 m zu schneien."

Zum Anderen komme von Vorarlberg bis nach Oberösterreich eine Kaltfront auf, mit welcher auch am Nachmittag etwas Niederschlag einsetzt. "Die Schneefallgrenze liegt hier auf ähnlichem Niveau, in der Nacht auf Freitag sinkt sie meist bis in die Tallagen, dann sind im Bereich des Arlbergs und von den Zillertaler Alpen bis zum Salzkammergut um 10 cm Neuschnee zu erwarten. In Osttirol und Kärnten schneit es mitunter etwas kräftiger, hier sind in höheren Tallagen bis Freitagvormittag bis zu 20 cm möglich, im Klagenfurter Becken um 5 cm."

Das Wochenende verläuft laut dem Experten kälter und phasenweise bewölkt, aber weitgehend trocken. "Für die kommende Woche deutet sich überwiegend ruhiges Winterwetter mit teils strengem Frost inneralpin und über Nacht an."

(ek/red)

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