Wetter

Gewitter ziehen nach Österreich – wo es überall kracht

Österreich darf sich aktuell zwar über sommerliche Temperaturen um die 28 Grad freuen, doch auch Wärme-Gewitter sind im Anmarsch. Die Prognose.

Eine Gewitter-Superzelle.
Eine Gewitter-Superzelle.
Science Photo Library / picturedesk.com (Symbolbild)

Zur Wochenmitte führt ein in der Höhe ausgeprägtes Mittelmeertief im Südwesten zu leicht unbeständigem Wetter. Mehr als ein paar lokale Schauer oder schwache Gewitter sind aber auch hier nicht in Sicht. Das Hoch "Wiola" mit Kern über den Britischen Inseln bleibt in weiten Teilen Österreichs wetterbestimmend: Damit setzt sich das warme und an der Alpennordseite auch weitgehend trockene Wetter fort. In der zweiten Wochenhälfte nimmt die Gewitterneigung im Bergland allerdings schrittweise zu.

Am Mittwoch ziehen im Südosten anfangs einige Wolken durch und lokal und gebietsweise mit leichtem Regen. Abseits davon scheint bereits verbreitet die Sonne. Ab den Mittagsstunden bilden sich über den Bergen wieder Quellwolken und von Vorarlberg bis nach Unterkärnten entstehen lokale Wärmegewitter. Der Wind weht mäßig bzw. im Innviertel auch lebhaft aus östlichen Richtungen.

Es bleibt gewittrig

Am Donnerstag setzt sich das frühsommerliche Wetter fort. Nach einem weitgehend sonnigen Start bilden sich ausgehend von den Alpen wieder Quellwolken, die im Westen auch zu einzelnen kurzen Gewittern heranwachsen können. Tagsüber steigt die Schauer- und Gewitterneigung auch im zentralen Bergland an, meist bleibt es aber trocken. Es weht allenfalls mäßiger Wind aus Nord bis Nordost.

Der Freitag hat nach einem meist noch freundlichen Start ab dem Vormittag Quellwolken zu bieten, primär über dem Bergland sind schließlich erneut Schauer und einzelne Gewitter zu erwarten. Abseits der Berge bleibt es bei durchziehenden Wolkenfeldern meist freundlich, im Süden und Südosten können aber einzelne Schauer oder Gewitter auch das Flach- und Hügelland erreichen. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen.

Mai kühler als üblich

Mit einer Temperaturabweichung von rund -0,8 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 fällt der Mai etwas kühler als üblich aus. Über ganz Österreich gemittelt gab es zudem überdurchschnittliche Regenmengen. Der Frühling schließt mit einer Abweichung von -0,2 Grad zwar nahezu durchschnittlich ab, in Erinnerung bleiben aber die großen Niederschlagsmengen und die unterdurchschnittlichen Sonnenstunden.

Temperaturabweichungen Mai 2023
Temperaturabweichungen Mai 2023
UBIMET

Österreichweit betrachtet schließt der Mai rund -0,8 Grad zu kühl ab, vergleicht man ihn mit dem langjährigen Mittel von 1991-2020. "Die größten negativen Abweichungen haben wir im Osten und im südlichen Bergland verzeichnet", analysiert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Österreichischen Unwetterzentrale. "Vom Waldviertel bis ins östliche Flachland war es meist 1 Grad kühler als üblich". Nahezu durchschnittlich war der Monat hingegen von Vorarlberg bis Oberösterreich sowie in den meisten Tallagen.

Erste Sommertage, noch kein Hitzetag

Am 4. Mai wurde in Innsbruck der erste Sommertag der Saison verzeichnet, also ein Tag mit einem Höchstwerten von mindestens 25 Grad. Am 21. war es auch in Wien so weit und am 22. Mai folgte mit Bregenz die letzte Landeshauptstadt, also etwa ein bis zwei Wochen später als üblich. In den vergangenen Jahren wurde diese Marke stets schon im April bzw. vereinzelt sogar schon Ende März erreicht. "Einen späteren ersten Sommertag als heuer gab es zuletzt am 9. Mai 2008", so Spatzierer. Die Anzahl der Sommertage blieb im Norden und Osten unter dem Soll, von Vorarlberg bis Kärnten war sie hingegen nahezu durchschnittlich. An der Spitze liegt Ferlach mit 10 Sommertagen, gefolgt von Innsbruck und St. Andrä im Lavanttal mit 9.

Niederschlag im Mai
Niederschlag im Mai
UBIMET

Einen Hitzetag mit einem Höchstwert von mindestens 30 Grad gab es heuer noch nicht. Seit dem Jahr 2010 gab es nur in den Jahren 2013 und 2019 ebenfalls keinen Hitzetag im Frühjahr. Im langjährigen Mittel ist der erste Hitzetag aber je nach Region auch erst Anfang bzw. Mitte Juni zu erwarten.

Große Regenmengen und wenig Sonne

Im landesweiten Flächenmittel gab es im Mai knapp 20 Prozent mehr Niederschlag als üblich, wobei es besonders im Süden und Westen sowie im äußersten Osten deutlich mehr Regen als üblich gab. Besonders in Erinnerung bleibt ein Italientief namens "Chappu" kurz nach der Monatsmitte sowie die erste markante Gewitterlage der Saison am 23. Mai. Mancherorts wie etwa am Patscherkofel oder in Teilen Mittelkärntens wurde sogar doppelt so viel Niederschlag wie üblich gemessen und der Pegel des Neusiedler Sees konnte nochmals um 10 cm steigen – er befindet sich jedoch weiterhin im Bereich des Negativrekords aus dem Vorjahr.

Blitze im Frühjahr
Blitze im Frühjahr
UBIMET

Etwas zu trocken war der Mai hingegen im Norden des Landes, wobei die größten negativen Abweichungen um -50 Prozent vom Toten Gebirge bis in die Eisenwurzen verzeichnet wurden.

Die Sonne schien im Mai seltener als üblich, im Flächenmittel fehlen etwa 20 Prozent auf eine ausgeglichene Bilanz. Das größte Defizit wurde in Osttirol, Kärnten und dem Oberen Murtal verzeichnet, so gab es etwa auf der Villacher Alpe nur die Hälfte der üblichen Sonnenstunden. Von Oberösterreich bis ins östliche Flachland fallen die Abweichungen dagegen gering aus und die Sonnenstunden waren annähernd durchschnittlich.

Weniger Gewitter als üblich

Im Mai wurden in Österreich in Summe 81.714 Blitzentladungen erfasst, die meisten davon in Niederösterreich und der Steiermark. Damit gab es nur etwa 60 Prozent der üblichen Anzahl an Blitzen. Deutlich weniger Blitze gab es zuletzt im sehr kühlen Mai 2021, während es im Vorjahr mehr als doppelt so viele Entladungen gab. Dennoch blieben erste kräftige Gewitter nicht aus, so kam es etwa am 23. Mai knapp östlich von Graz zu einem schweren Gewitter mit Starkregen, stürmischen Böen und Hagel bis zu 3 cm. Weiters wurde am 6. in der Gemeinde Ziersdorf im Bezirk Hollabrunn der zweite Tornado des Jahres in Österreich dokumentiert.

Frühling 2023: trüb und nass

Der meteorologische Frühling schließt mit einer Abweichung von -0,2 Grad zum Mittel von 1991 bis 2020 nahezu durchschnittlich ab, wobei besonders der April ungewöhnlich kalt war. In Erinnerung bleibt das Frühjahr vor allem für die großen Regenmengen, so gab es im Flächenmittel 20 Prozent mehr Niederschlag als üblich.

In Vorarlberg, im Tiroler Oberland, in der Südwesteiermark und im äußersten Osten wurde das Soll oft sogar um 50 bis 60 Prozent übertroffen. Passend dazu gab es im gesamten Land auch weniger Sonnenschein als üblich, wobei es vom Tiroler Unterland bis in in de westliche Obersteiermark mit teils weniger als 70 Prozent der üblichen Sonnenstunden besonders trüb war. In Summe liegt einer der 15 trübsten und nassesten Frühlinge der Messgeschichte hinter uns.

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    Sven Hoppe / dpa / picturedesk.com