Schneemassen! Warnstufe Rot in Teilen von 5 Bundesländern

Schneepflug auf einer Straße auf der Turracher Höhe in Kärnten. Archivbild.
Schneepflug auf einer Straße auf der Turracher Höhe in Kärnten. Archivbild.GERT EGGENBERGER / APA / picturedesk.com
Wetter-Experten haben Warnstufe Rot in Teilen von sechs Bundesländern ausgegeben: Ein Mittelmeer-Tief schaufelt Neuschnee-Massen nach Österreich.

Am heutigen Dienstag bildet sich über Korsika ein kräftiges Mittelmeertief, das sich tagsüber unter Verstärkung in Richtung Adria verlagert. Mit diesem sind laut Prognose der UBIMET und der Unwetterzentrale UWZ ab der Nacht auf Dienstag und am Dienstag selber in Österreich verbreitet Regen, insbesondere im südlichen und zentralen Bergland auch "markante Schneemengen" zu erwarten:

"Je nach Niederschlagsintensität kann die Schneefallgrenze auch rasch bis in manche Tallagen absinken und so regional für winterliche Verhältnisse sorgen."

Hier gilt Warnstufe Rot

Anlässlich der drastischen Wettersituation und den erwarteten Neuschneemassen wurde in Teilen Österreichs bereits Warnstufe Rot ausgegeben:

Schnee und Starkregen-Warnungen am Dienstag, 22.11.2022, in Österreich.
Schnee und Starkregen-Warnungen am Dienstag, 22.11.2022, in Österreich.UWZ

Besonders am südlichen Alpenhauptkamm von Tirol über Salzburg und Westkärnten sowie rund um den Wechsel im südlichen Niederösterreich und der Steiermark ist mit Schneefall jenseits der 6 Zentimeter in sechs Stunden bzw. 25 Zentimeter innerhalb von 24 Stunden zu rechnen. In Höhenlagen ist sogar rund ein halber Meter Neuschnee möglich.

In der Südsteiermark und dem Südburgenland hingegen gilt eine orange Unwetterwarnung wegen möglichen Starkregen-Ereignissen bzw. kräftigem, nassen Schneefall.

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Wo Schneemassen kommen

Der Dienstag beginnt von Vorarlberg über den Tiroler Alpenhauptkamm bis zu den Karawanken häufig nass, die Schneefallgrenze sinkt von anfangs gut 1000 m allmählich bis in die meisten Täler. Nur im Rheintal trocknet es bald ab, hier ist Schnee kein Thema.

Im Bergland östlich und südlich von Innsbruck schneit es hingegen sogar ergiebig, auch in den tieferen Tälern und Becken wie z.B. das Ennstal, die Mur-Mürz-Furche oder der Klagenfurter Becken geht der Regen immer öfter in Schneefall über.

Besonders vom Brenner bis in die Obersteiermark sowie in Osttirol und Oberkärnten ist in mittleren und hohen Lagen mit größeren Neuschneemengen zu rechnen.

Ab Mittag wird es dann auch nach Osten zu vermehrt nass und in der Zweite Tageshälfte verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt allmählich in den Südosten des Landes. Im Süden der Steiermark und hier besonders von der Koralpe bis zur steirischen Weinstraße setzt ab dem Nachmittag immer öfter kräftiger, nasser Schneefall bis in die Niederungen ein.

Auch am Alpenostrand sowie von der Buckligen Welt bis zu den Fischbacher Alpen muss man zum Abend hin vor allem oberhalb von rund 400 bis 500 m zunehmend mit kräftigem Schneefall und auffrischendem Nordwind rechnen.

Am Mittwoch zieht das Tief weiter zum Balkan, bei uns beruhigt sich die Situation von Westen her wieder deutlich, ehe am Abend aus Westen die nächste Front aufzieht. In der zweiten Wochenhälfte setzt sich vorübergehend ein Zwischenhoch durch, sodass sich das Wetter kurzzeitig freundlicher gestaltet.

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Die weitere Prognose

In der Nacht auf Mittwoch regnet bzw. oberhalb von rund 300 bis 500 m schneit es in der Osthälfte noch verbreitet. Vor allem am Alpenostrand sowie im Burgenland und in der Südsteiermark fällt der Niederschlag weiterhin teils kräftig aus. Im Zusammenspiel mit dem auffrischendem Nordwind muss man hier ab etwa 500 m Seehöhe vor allem in exponierten Lagen wie z.B. in der Buckligen Welt mit Schneeverwehungen rechnen.

Am Mittwoch  fallen in der ersten Tageshälfte vom Weinviertel bis ins Burgenland sowie am Alpenostrand noch häufig Regen und Schnee. Die Schnefallgrenze liegt meist zwischen 500 und 700 m. Mit jedem Kilometer Richtung Westen werden die trockenen Phasen mehr, im Laufe des Tages ziehen sich auch im Osten Regen und Schneefall nach Ungarn und in die Slowakei zurück. Zum Abend hin beginnt es in Vorarlberg und Nordtirol neuerlich zu regnen, die Schneefallgrenze steigt aber auf deutlich über 1000 m an.

Am Donnerstag scheint im Süden zeitweise die Sonne. An der Alpennordseite ziehen mit lebhaftem Westwind weiterhin dichte Wolken durch und zeitweise fällt Regen, oberhalb von rund 1000 m Schnee. Im Osten ist in der Früh neuerlich Glatteis möglich, hier überwiegen tagsüber jedoch die trockenen Abschnitte

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