Wetterkapriolen gaben Freibädern einen Dämpfer

Bild: Daniel Schaler
Der heurige Sommer gestaltete sich für Niederösterreichs Freibäder eher durchwachsen.
Der Sommer 2018 stellte alles in den Schatten. Vermutlich ist das auch der Grund weshalb viele nö. Freibäder in der heurigen Saison vermutlich ein Minus schreiben werden.

"Winterliche Temperaturen im Mai"

Im "CitySplash" St. Pölten ist es zweistellig: 12 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr kamen bis Ende August (Stand 28.8.), nämlich 55.000. Laut Bäderverwaltung der Grund: die "winterlichen Temperaturen im Mai" sowie ein "durchwachsener Juli und August". "Die Saison endet am 8. September", so Magistrats-Sprecher Martin Koutny.

"Hoffnung auf schönen Spätsommer"

Auch ins Klosterneuburger Strandbad kamen weniger Menschen. Bis Ende August (Stand 29.8.) wurden 39.599 Tageskarten und 2.238 Saisonkarten verkauft. 2018 waren es 45.010 Tageskarten und 2.070 Saisonkarten gewesen. "Die Hoffnung auf einen schönen Spätsommer gibt jedoch noch Hoffnung – das Strandbad ist noch bis 15. September geöffnet", ist Rathaus-Sprecherin Gabi Schuh-Edelmann optimistisch.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Schlechtester Mai, bester Juni

Kurt Staska, Ex-Bürgermeister von Baden und jetzt für Sport- und Bäderagenden zuständig, vergleicht die Saison mit einer "Hochschaubahn". "Wir hatten den schlechtesten Mai seit 27 Jahren, dafür den besten Juni aller Zeiten. Juli und August waren, obwohl es warm war, oft bewölkt. In der Wetter-App wird das als wechselhaft angezeigt", erklärt er die Gründe für das Zahlenminus. In einer Durchschnitts-Saison pilgern rund 200.000 Gäste ins Thermal-Strandbad in Baden, heuer waren es bisher 170.000. Im Vorjahr waren es beispielsweise bis Ende August bereits 204.000. Ein Monat – bis Ende September – ist noch geöffnet. "Die Durchschnittszahl ist nur bei einem tollen September noch erreichbar", so Staska.

Hitzewellen waren zu kurz

Mitunter ein weiterer Grund dürfte auch die Kürze der heurigen Hitzewellen gewesen sein. "Die Leute brauchen immer ein wenig Zeit, um sich auf einen Bäderbesuch vorzubereiten, vor allem, wenn man von weiter weg kommt", meint Staska.

Auch in Neusiedl/Zaya (Gänserndorf) im Weinviertel rechnet man heuer mit einem Besucherrückgang. Die 16.000 Besucher-Marke konnte bereits geknackt werden, gerechnet wird am Ende der Saison mit insgesamt 17.000 Gästen. Im Vorjahr hatte das Bad bereits am 19. August 19.000 Besucher gezählt.

Nur 1 Bad mit leichtem Plus

Im Akademiebad in Wr. Neustadt konnte man indes ein Plus einfahren. 28.437 Besucher kamen heuer, ein "bisserl" – nämlich 600 – mehr als im Vorjahr. Und zwar bei gleicher Auslastung der Aqua Nova. Das Akademiebad hat noch bis Sonntag (1.9.) geöffnet.

Überhaupt verlief die Bädersaison 2018 anders: Der Juni war schwach, dafür der August sehr gut ("Heute" berichtete).

(nit, lie)

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