Höchste Schneewarnstufe für mehrere Bundesländer

Katastrophen-Alarm wegen Rekordschnee in Kärnten und Tirol - ab Mittwoch wird es im gesamten Bergland winterlich. Vier Fakten jetzt zum Schnee:

1Was ist jetzt gefährlich?

Das Italientief YVONNE greift derzeit auf den Süden Österreichs über. Besonders in den Regionen, wo erst am vergangenen Wochenende extreme Schneemengen gefallen sind, ist neuerlich viel Schnee zu erwarten. Zwar sind die Temperaturen nun etwas niedriger, weswegen der Schnee meist weniger nass bzw. schwer ausfällt, dennoch bleibt die Schneelast auf Bäumen oder Dächern hoch. Zudem wird es durch den neuerlichen Schnee Reparaturtrupps erschwert bspw. unterbrochene Stromleitungen zu fixen. Daher ist in Osttirol und Oberkärnten weiter mit Stromausfällen oder auch Straßensperren zu rechnen, die Lawinengefahr bleibt hoch (4 auf der 5-stufigen Skala).

2Wo schneit es am meisten?

In diesen Stunden beginnt es im Süden verbreitet zu schneien und ab dem Nachmittag muss man in Osttirol und Oberkärnten wieder mit kräftigem Schneefall rechnen. In der Nacht lässt die Intensität nur langsam nach und bis etwa Mittwochmittag muss man weiterhin mit Schneefall rechnen. Die Schneefallgrenze liegt meist in den Tälern, nur in Unterkärnten bzw. im Grazer Becken und in der Südsteiermark fällt in tiefen Lagen zunächst Regen. Bis Mittwochnachmittag kommen im südlichen Osttirol und in Oberkärnten verbreitet 40 bis 60, im Lesachtal auch 70 cm Neuschnee dazu. Von Spittal bis Villach zeichnen sich dagegen 10 bis 15 cm nasser Schnee ab, in der Nacht sind dann auch in Unterkärnten ein paar Zentimeter zu erwarten.

Die Schnee-Warnkarte für Österreich: Rote Warnstufe auch in einigen Bezirken Salzburgs und der Steiermark
Die Schnee-Warnkarte für Österreich: Rote Warnstufe auch in einigen Bezirken Salzburgs und der Steiermarkuwz

In der Nacht auf Mittwoch greift leichter bis mäßiger Schneefall auch auf den Westen über und am Mittwoch selbst verlagert sich der Schwerpunkt von Süden mehr nach Oberösterreich und die Steiermark. An der Alpennordseite gibt es oberhalb von 600 bis 700 m verbreitet 5 bis 10, am Alpenhauptkamm auch 15 cm Neuschnee, aber auch im Grazer Becken kann sich mitunter eine dünne Schneedecke ausbilden. Ab dem Nachmittag liegt der Schwerpunkt dann im Osten des Landes, wobei die Schneefallgrenze abseits der Alpen um etwa 400 bis 500 m liegt. Besonders im Semmering-Gebiet und in der östlichen Obersteiermark schneit es zeitweise kräftig, hier gibt es oberhalb von etwa 700 m gut 20 cm Schnee.

Schneeprognose bis einschließlich Mittwochnacht.
Schneeprognose bis einschließlich Mittwochnacht.Ubimet

Kurios: Mitten im Schnee war Straße geflutet

In Osttirol gab es am Wochenende Überflutungen im Schnee. Zum einen taute der Schnee zeitweise, zum anderen regnete es zwischenzeitlich in diesen hinein. Gullys waren mitunter verstopft bzw. Abflüsse durch die vorhandenen Schneemassen nicht erreichbar, zudem war der Boden gefroren - hier das Video: 

3Wie sind die Aussichten für die nächsten Tage?

Ab Donnerstag stellt sich dann eine nachhaltige Wetterberuhigung ein und derzeit sind keine weiteren, großen Niederschlagsereignisse in Sicht. Zur Monatsmitte wird es generell wieder milder.

4Kommt Schnee nach Wien?

Der Mittwoch zeigt sich von seiner trüben Seite, tagsüber bleibt es aber noch weitgehend trocken. Gegen Abend beginnt es dann vermehrt zu regnen, im Wienerwald mischt sich oberhalb von 300 bis 400 m auch Schnee dazu. Bei anfangs mäßigem bis lebhaftem, am Nachmittag nachlassendem Südostwind liegen die Höchstwerte zwischen 3 und 5 Grad.

Am Donnerstag fällt zu Beginn noch häufig Regen, in den Wienerwaldbezirken und auf der Außenringautobahn ist auch Schnee dabei und in den höchsten Lagen kann sich in der Früh sogar eine dünne Schneedecke halten. Ab etwa Mittag trocknet es ab und die Wolken lockern stellenweise ein wenig auf. Bei nur noch schwachem Wind erreichen die Temperaturen maximal 3 bis 5 Grad.

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