WGKK löst Verträge mit Neuro-Instituten

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Obwohl 90% der neurodiagnostischen Untersuchungen in vier privaten Instituten gemacht werden, kündigt die Wiener Gebietskrankenkasse die Verträge. Patienten müssen jetzt lange warten.

Rund 48.000 Menschen in Wien benötigen jährlich Untersuchungen an Gehirn oder Nerven. 43.000 davon werden in vier Neurodiagnostik-Instituten durchgeführt. Versicherungsnehmer der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) müssen diese Untersuchungen künftig bei den wenigen niedergelassenen Ärzten machen lassen.

Grund: Die WGKK hat die Verträge aufgekündigt. "Durch die Vorgaben des Regionalen Strukturplans Gesundheit mussten wir die Versorgungsstrukturen anpassen", heißt es. Weiters: "Es wird zu keinen Versorgungsengpässen kommen."

Das sieht Dr. Peter Weigl vom Institut "Spunda" anders: "Schon jetzt schicken uns Spitäler und Ärzte die Leute, weil sie keine Kapazitäten haben." Patienten müssten künftig nicht mehr mit einigen Tagen, sondern Monaten Wartezeit rechnen – oder zahlen. "Das ist Zweiklassenmedizin!", sagt er.

Anna Thalhammer

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