WhatsApp warnt dich jetzt selbst vor diesen Texten

Mehr als die Hälfte aller WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer hat bereits einmal eine Scam- oder Phishing-Nachricht erhalten. Das sagt WhatsApp dazu.

Wie das Chat-App-Unternehmen WhatsApp mitteilen lässt, haben rund 59 Prozent aller Nutzerinnen und Nutzer bereits einmal gefährliche Spam- oder Phishing-Nachrichten über den Messenger erhalten. So warnt das Unternehmen momentan beispielsweise vor einem Scam, bei dem sich Betrügerinnen und Betrüger Zugang zum WhatsApp-Account einer Nutzerin oder eines Nutzers verschaffen und anschließend deren Kontakte anschreiben. Dabei geben die Scammer vor, tatsächlich die Bekannten des Opfers zu sein.

Nun hat WhatsApp zusammen mit der britischen Organisation National Trading Standard eine Kampagne gestartet, die sich "Stop. Think. Call." (also: stopp, denke nach, rufe an) nennt. Diese soll Leute dazu anregen, sich verstärkt mit dem Thema Online-Scam und Phishing-Nachrichten auseinanderzusetzen und mehr über das Thema zu lernen.

Chat-Verlauf analysiert

So rät das Unternehmen, bei einer verdächtigen Nachricht zuerst einmal inne zu halten, also zu "stoppen". Anschließend soll man sich Zeit nehmen, über die erhaltene Nachricht "nachzudenken". Dabei soll man sich Fragen stellen wie: Fragt mich die andere Person nach Geld? Übt die Person Druck auf mich aus, besonders schnell handeln zu müssen? Und zuletzt soll man immer doppelt sicher gehen, dass es sich beim Gesprächspartner oder der Gesprächspartnerin tatsächlich um den erwarteten Kontakt handelt. Um dies zu überprüfen, sollte man die andere Person stets "anrufen" und persönlich nachfragen, ob die Nachrichten tatsächlich von ihr stammen.

Diese drei Punkte einzuhalten ist wichtig. Denn Betrügerinnen und Betrüger, die sich Zugang zu einem fremden WhatsApp-Konto verschafft haben, werden immer dreister und gehen intelligent vor. So lesen sie beispielsweise den vergangenen Chat-Verlauf, um die Art und Weise, wie eine Person schreibt, so genau wie möglich nachzuahmen. So kann beispielsweise die Sprache angepasst werden, es können aber auch bestimmte Emojis eingesetzt oder Spitznamen verwendet werden.

"Jeder ist mitverantwortlich"

Louise Baxter, Chefin der Organisation National Trading Standards, bestätigt, dass diese Falschen-Freunde-Scams in den letzten Monaten signifikant zugenommen haben. "Die Betrügerinnen und Betrüger fragen meist nach Geld oder nach einem sechsstelligen Code, den man ihnen zuschicken soll. Solche Scams sind besonders grausam, da sie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft einer Person ausnutzen."

Kathryn Harnett, Policy Managerin bei WhatsApp, betont, dass man den Leuten helfen wolle, solche Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen. "Jeder ist für seine eigene Sicherheit selbst mitverantwortlich und man sollte immer bedenken: Ein Freund in Not ist ein Freund, den es wert ist, anzurufen."

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