Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika weitet sich aus. In der Demokratischen Republik Kongo gibt es mittlerweile 670 Verdachtsfälle und 160 mutmaßliche Todesopfer. 61 Infektionen wurden offiziell bestätigt.
Das Virus hat inzwischen eine Region erreicht, die Hunderte Kilometer vom ursprünglichen Epizentrum entfernt liegt. Auch im Nachbarland Uganda wurden bereits zwei Fälle nachgewiesen.
Wie spiegel.de berichtet, ist die Lage besonders besorgniserregend, weil der Ausbruch spät entdeckt wurde - den ersten nun nachgewiesenen Todesfall gab es bereits am 24. April. Das Virus ist möglicherweise schon weiter verbreitet als bisher angenommen.
Beim aktuellen Ausbruch handelt es sich um die seltene Bundibugyo-Variante des Ebolavirus. Gegen diesen Typ gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine Therapie. Die Sterberate liegt laut WHO ohne Behandlung zwischen 30 und 50 Prozent.
Ebola verbreitet sich zwar nicht über die Luft wie Grippe oder Covid, doch direkter Kontakt mit Körperflüssigkeiten ist gefährlich. Zu Beginn ähneln die Symptome oft einer Grippe: Fieber, Schwäche, Kopf- und Gliederschmerzen. Im weiteren Verlauf kann die Krankheit innere Blutungen und Organversagen auslösen.
Das Risiko einer weltweiten Ausbreitung schätzen Experten als sehr gering ein. Die WHO hat Hilfsgüter in die Region geschickt und versucht, Erkrankte zu isolieren und Kontakte zurückzuverfolgen. Es ist der 17. registrierte Ebola-Ausbruch im Kongo seit 1976.