WHO trifft unerwartete Entscheidung gegen BioNTech

Zwischen BionTech und WHO gibt es bezüglich des Impfstoffes Unstimmigkeiten.
Zwischen BionTech und WHO gibt es bezüglich des Impfstoffes Unstimmigkeiten.FrankHoemann / dpa Picture Alliance / picturedesk.com
Die WHO und BionTech sind nicht einer Meinung, wenn es um die Verteilung der Impfdosen gegen das Coronavirus geht. 

Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Aussage bezüglich des Corona-Impfstoffes von BionTech getätigt, mit der der Impfstoff-Hersteller nicht einverstanden ist: Die Experten der WHO widersprechen den Angaben des Pharmakonzerns zur Dosierung seines Impfstoffes. 

BionTech warnt vor WHO-Aussage

Die Verabreichung des Corona-Impfstoffes von BionTech erfolgt in zwei Dosen. Diese sollen laut Hersteller-Angaben im Abstand von drei Wochen erfolgen. Erst nach der zweiten Dosis kann eine Immunität gegen das Coronavirus hergestellt werden. Aktuell sind die Impfdosen jedoch knapp, was einige Länder zu der Überlegung bringt, den Abstand zwischen beiden Dosen auszudehnen.

Während der Hersteller ausdrücklich davor warnt, urteilen WHO-Experten ganz anders. Sie meinen, dass es unter Umständen durchaus möglich sei, den zeitlichen Abstand zu vergrößen und dennoch eine Immunisierung zu erzielen. So soll es möglich sein, sogar einige Wochen länger zu warten, so der Vorsitzende der WHO-Expertengruppe für Immunisierungen (SAGE), Alejandro Cravitio gegenüber N-TV. Diese Aussage erfolgt jedoch ohne die Berufung auf Daten, die sie bestätigen, wie BionTech/Pfizer warnt. Somit gäbe es bisher keine Anhaltspunkte, die eine anhaltenden Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung bestätigen, sollte der vorgesehene Zeitraum von drei Wochen zwischen beiden Dosen nicht eingehalten werden. Zudem fehlen Belege, ob der Schutz der ersten Dosis länger als 21 Tage anhält. 

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