Höher, größer, weiter. Es war eine Vierschanzentournee die alles hatte, was ein Skisprung-Fan braucht. Zum Abschluss gewann ÖSV-Adler Stefan Kraft in Bischofshofen vor über 20.000 Zuschauern.
Jetzt plant der Weltverband FIS offenbar Skisprung-Bewerbe in Rio de Janeiro und Dubai. Dieser Plan erinnert an die Formel 1, die mit ihrer PS-Show auf der ganzen Welt vertreten ist.
"Wir bieten Emotionen. Und deswegen kann dieser Sport auch in Brasilien attraktiv sein", sagt FIS-Renndirektor Sandro Pertile beim letzten Springen in Salzburg. Und weiter: "Wir hatten gerade eine Vierschanzentournee mit grünen Wiesen. Vielleicht war das eine Ausnahme, vielleicht aber auch nicht. Wir sollten offen für neue Wege sein."
Pertile zeichnete einen genauen Plan, wie die Bewerbe über die Bühne gehen sollten. Eine mobile Schanze würde den Skisprung-Zirkus in die ganze Welt bringen. Mit der Konstruktion sollen Sprünge bis zu 150 Meter möglich sein. Erste Pläne für die Anlage, die auf- und abbaubar ist, liegen bereits am Tisch.
Stattfinden könnte das Ganze dann in einem Fußballstadion: "Das könnte zum Beispiel im Maracana in Brasilien sein, da könnte man auf Matten eine riesengroße Show bieten."
"Es braucht sicher einen Fünf-Jahres-Plan - und dann muss man das Projekt finanzieren. Das Ziel ist, in zehn Jahren bereit zu sein", sagte der Renndirektor. Die Springer stehen der Geschichte aber skeptisch gegenüber. "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Brasilianer etwas mit Skispringen anfangen können", meint der Deutsche Stephan Leyhe.