Wie es ist, "Parksheriff" am Red-Bull-Ring zu sein

Parksheriffs in Spielberg
Parksheriffs in SpielbergBild: Kein Anbieter/zVg
G. Richter, Spielberg: Die PS-Giganten der MotoGP gastieren am Red-Bull-Ring. Wer kümmert sich um die Autos der Fans? "Heute" checkte die "Parksheriffs".
Egal ob Formel 1 oder MotoGP, wenn die PS-Königsklassen auf vier und zwei Rändern in Spielberg gastiert, sind die Tribünen gut gefüllt. Mehr als 200.000 Fans schauen auch heuer bei der Motorrad-Show von Marc Marquez, Valentino Rossi und Co. am Red-Bull-Ring vorbei. Einigen Mitarbeitern der Veranstalter kommt eine Schlüsselrolle zu, obwohl sie von den Zuschauern kaum beachtet werden – nämlich die Parkplatz-Anweiser. Ein Knochenjob.

Freitag Vormittag, Parkplatz neun. Die Wiese ist noch kaum mit Autos gefüllt, die Sonne scheint, das Thermometer zeigt 28 Grad. Vor der Einfahrt stehen Ahmed und Marga. Sie weisen den anreisenden Fans die Parkplätze zu und sind auch für eine reibungslose Abreise verantwortlich. "Wir sehen schon seit sieben Uhr in der Früh da", berichten die beiden. "Jeden Tag sind wir zwölf Stunden im Einsatz, bis sieben am Abend." Marga erklärt: "Ich fahre dann gleich weiter zum nächsten Job, der dauert wieder zwölf Stunden."

Beide arbeiten für eine Security-Firma, freuen sich über ihre Aufgabe. "Wir haben Verantwortung, und es ist für uns eine angenehme Tätigkeit." Ahmed meldet sich jedes Jahr zu diesem Dienst, Marga ist das erste Mal dabei. Besonders der Freitag sei angenehm. "Da ist es noch nicht sehr voll", berichten sie. "Aber je näher das Rennen am Sonntag kommt, desto mehr Autos haben wir zu betreuen. Am Renntag ist richtig viel zu tun." Doch noch haben sie Zeit für Smalltalk mit den Fans. Die Zuschauer aus aller Welt grüßen meistens schon aus der Entfernung freundlich, halten sich an die Anweisungen der "Parksheriffs". "Es gibt spezielle Tickets für spezielle Bereiche. Das gilt für Autos und Fans. Wir müssen darauf achten, dass da nichts durcheinander kommt."

CommentCreated with Sketch.0 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Marga ist 24 Jahre alt, Ahmed 29. Beide sind aus Tschetschenien nach Österreich gekommen. "Schon vor 15 Jahren. Wir sind gerne in Österreich, fühlen uns hier zu Hause." Ein Gefühl, das sie auch den PS-Fans in Spielberg vermitteln wollen. "Wir sind gerne auch nächstes Jahr wieder hier und freuen uns, wenn es den Leuten gut gefällt." (red)



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