Wie eSport-Millionen Krisenklub Schalke retten sollen

Schalke 04 ist auf eSport-Millionen angewiesen.
Schalke 04 ist auf eSport-Millionen angewiesen.Picturedesk
Nach dem Bundesliga-Abstieg steckt Schalke 04 ganz tief in der Krise. Die "Knappen" müssen Millionen auftreiben, sonst droht ein Punkteabzug. 

Der Schuldenberg des deutschen Traditionsklubs ist auf 217 Millionen Euro angewachsen. Und wird beinahe täglich höher. Bis zum 15. September müssen die Schalker nun der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ihre Liquidität nachweisen. Gelingt das nicht, droht den "Knappen" ein Punkteabzug. Damit würde die "Mission Wiederaufstieg" in weite Ferne rücken. 

30 Millionen € für eSport-Lizenz

Um an Geld zu kommen, wollen die Schalker nun ihre lukrative eSport-Abteilung verkaufen, berichtet zumindest die "Bild". Und das könnte der beste Transfer des Sommers werden. Dabei geht es um den Startplatz in der europäischen League-of-Legends-Liga "LEC", für den ein Investor 30 Millionen Euro geboten hat. 

Eigentlich hatten die "Königsblauen" dazu tendiert, die eSport-Lizenz noch einige Jahre zu behalten, rechnet der Klub doch mit einer jährlichen Steigerung von fünf Millionen Euro. Allerdings zieht sich die Schlinge rund um die gerade abgestiegenen Schalker immer weiter zu. 

Gehälter zu hoch

Außerdem muss der Klub aus Gelsenkirchen auch teure Spieler loswerden. Die Stars Matija Nastasic, Salif Sané, Omar Mascarell, Suat Serdar, Benito Raman, Sebastian Rudy, Amine Harit, Mark Uth und Ozan Kabak kassieren Gehälter von zusammengerechnet 30 Millionen Euro – und damit um acht Millionen Euro mehr als das komplette Budget des Krisen-Klubs.  Allein Rudy soll fünf Millionen Euro im Jahr kassieren - und damit beinahe ein Viertel des Vereinsbudgets. 

Da kommt jeder Euro recht. Erst im April hatte Schalke den League-of-Legends-Star Felix "Abbedagge" Braun für eine Million Euro verkauft. 

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