Wie kann uns die Polizei schützen, Herr Pilsl?

Bild: visitzlinz

Nach dem schrecklichen Attentat mit einem Lkw auf einen Advent-Markt in Berlin traf sich die oö. Polizeispitze am Dienstag zu einem Beratungsgespräch. Kurz danach sprach "Heute" mit Polizeidirektor Andreas Pilsl über die Maßnahmen in Oberösterreich.

Nach dem schrecklichen Attentat mit einem Lkw auf einen Advent-Markt in Berlin traf sich die oö. Polizeispitze am Dienstag zu einem Beratungsgespräch. Kurz danach sprach "Heute" mit Polizeidirektor Andreas Pilsl über die Maßnahmen in Oberösterreich.
Gut zwei Stunden lang, von 8 Uhr früh bis kurz nach 10 Uhr traf sich eine sechsköpfige Expertengruppe in der Landespolizeidirektion. Thema: Der verheerende Lkw-Anschlag auf einen Christkindlmarkt in Berlin mit 12 Toten und Dutzenden Verletzten am Abend zuvor. Kurz nach dem Treffen sprach "Heute" mit dem obersten Polizisten des Landes, Andreas Pilsl. 

"Heute": Herr Pilsl, was ist das Ergebnis der zweistündigen Konferenz?

Andreas Pilsl: Wir haben seit der Nacht Informationen gesammelt. Hauptthema bei der Konferenz mit fünf weiteren Polizei-Führungskräften war natürlich der Anschlag in Berlin. Es wurde aber auch über die Schießerei in der Schweiz sowie die Vorfälle des Kindergartens in Schwanenstadt diskutiert. Wir haben uns lange beraten, um mögliche Ziele von Terroristen in Oberösterreich besser schützen zu können.

"Heute": Was wird in den kommenden Tagen konkret unternommen?

Pilsl: Es werden schon ab heute rund 50 speziell geschulte Polizisten zusätzlich auf den den Christkindlmärkten und den Einkaufszentren unterwegs sein. Bei den Spezial-Einheiten stehen uns kurzfristig auch noch bis zu 300 Kräfte zur Verfügung. Man wird uns in Linz und Umgebung auf jeden Fall spüren. Das kann ich garantieren.

"Heute": Gerade am Hauptplatz wäre es durchaus möglich, wie in Berlin, mit einem Fahrzeug in die Menschenmenge auf dem Christkindlmarkt zu rasen. Wird überlegt, hier die Besucher zum Beispiel mit mobilen Betonpflöcken zu schützen?

Pilsl: Wir haben schon in der Vergangenheit bei Großveranstaltungen oft mit Polizeiautos bei Zufahrtsstraßen Sperren errichtet. Diese Art der Absicherung ist vermutlich noch effektiver. Wir sollten uns aber nicht einschüchtern lassen. Denn dann hätten die Terroristen schon jetzt gewonnen.

"Heute": Die Christkindlmärkte haben heuer noch bis 23. Dezember geöffnet. Gibt es bereits Konzepte für das kommende Jahr?

Pilsl: Da gibt es natürlich schon Überlegungen. Aber zum Glück haben wir dann noch länger Zeit, alles vorzubereiten. Aber wir konzentrieren uns jetzt schon intensiv auf Silvester. An diesem Tag warten einige Großveranstaltungen auf uns.

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