Wie man gut ausgebildeten Flüchtlingen hilft

Die Gründer: Lisa-Maria Sommer, Nina Poxleitner und Julian Richter.
Die Gründer: Lisa-Maria Sommer, Nina Poxleitner und Julian Richter.Bild: mtop
„More Than One Perspective" (MTOP) boomt und hat ein klares Ziel: Gut ausgebildete Geflüchtete sollen wieder arbeiten können.
„Wir bieten gut ausgebildeten Geflüchteten Hilfe", sagt Gründerin Nina Poxleitner zu „Heute". Bereits seit Ende 2016 laufen die sechsmonatigen "Associate-Programme" von MTOP, in denen die Flüchtlinge auf ihre neuen Jobs vorbereitet werden. Ab nächster Woche werden diese Programme erstmals auch von einer e-Learning-Plattform unterstützt.

Für Unternehmen bringen die Programme Zugang zu gut ausgebildeten Fachkräften, die sonst schwer erreichbar wären. Keiner der Flüchtlinge ist von Abschiebung bedroht, alle haben einen positiven Asylbescheid.

Bisher wurden zwei Kurse pro Jahr mit jeweils 30 Teilnehmern durchgeführt. Im nächsten Jahr will man die Zahl der Kursteilnehmer verdoppeln. „70 bis 80 Prozent unserer Teilnehmer finden einen neuen Job", erzählt Poxleitner, hauptsächlich in den Bereichen Betriebswirtschaft und Technik. Besonders Programmierer oder Bauingenieure seien gefragt. Ein Großteil der MTOP-Klienten kommt aus Syrien.

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Für ihre Initiative wurden Nina Poxleitner und Mitgründerin Lisa-Maria Sommer (dritter im Bund ist Julian Richter) zu Jahresbeginn mit dem Award "30 under 30 Europe" von Forbes ausgezeichnet. Zwei Jahre hatten die Drei als „Teach For Austria Fellows" an Neuen Mittelschulen in Wien unterrichten. „Die Klassen waren bunt gemischt", so Poxleitner. Sie habe gesehen, dass es beim Thema Integration noch viel zu tun gibt. Daher nahm das Trio die Sache selbst in die Hand und gründeten MTOP.

Dabei achtet das Team von MTOP auf die Qualität der Bewerbungen der Flüchtlinge. Einer von vier Bewerber schafft die Aufnahme in den MTOP-Kurs und muss dafür einiges können. So sind neben einem abgeschlossenen Studium und dem anerkannten Asylstatus auch Deutschkenntnisse auf Level B1, herausragendes Engagement und gelebte Weltoffenheit Voraussetzungen für die Teilnahme. Nur so könne man das Ziel, einen großen Mehrwert für alle Beteiligten zu bieten, erreichen, glaubt MTOP. (GP)

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