Wie Unternehmen heute Vertrauen schaffen

"Heute"-Herausgeberin Eva Dichand diskutierte mit Marcus Brennecke, Managing Partner von EQT.
"Heute"-Herausgeberin Eva Dichand diskutierte mit Marcus Brennecke, Managing Partner von EQT.Bild: Sabine Hertel
Österreichs Staatsholding lud zur ersten Forumsdiskussion. "Der Aufsichtsrat in der Praxis" stand im Zentrum der Veranstaltung.
Im Mittelpunkt des ersten ÖBAG-Forums, das von Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffnet wurde, stand die nachhaltige Stärkung von Governance-Standards. Unter dem Titel „Der Aufsichtsrat in der Praxis" wurden die aktuellen Herausforderungen von Aufsichtsräten diskutiert.

Nachhaltigkeit und die Bedeutung von gemeinsamen Regeln in einer globalisierten Wirtschaftswelt waren der Schwerpunkt der Eröffnungsrede des Bundespräsidenten. Auch Thomas Schmid, Vorstand der Österreichischen Beteiligungs AG, hob in seinen Begrüßungsworten die zunehmende Bedeutung des Staates als nachhaltiger Investor hervor: „Die Themen Governance, Nachhaltigkeit, Environment Social Governance-Kriterien (ESG) und Diversität sind strategische Herausforderungen, für die wir in der ÖBAG aktiv Antworten suchen."

Transparenz und Nachhaltigkeit



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Die Standards der Unternehmensführung in Österreich zu stärken und zu verbessern ist eine zentrale Aufgabe der ÖBAG: „Wir sehen uns heute damit konfrontiert, dass Branchen immer komplexer werden. Damit ändern sich auch die Ansprüche an die Aufsichtsräte. Spezifische Expertise, sowie ein ausgewogener Mix aus Kontroll- und Sparringfunktion definieren das neue Verständnis von Aufsichtsräten", so Schmid. Transparenz, Diversität, Professionalität und Nachhaltigkeit seien wesentliche Faktoren für eine erfolgreiche Governance.

Eva Dichand am Podium





Insgesamt mehr als 200 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik sprachen im Rahmen des ersten ÖBAG-Forums, darunter auch Eva Dichand, die Herausgeberin von „Heute". Mit ihr diskutierten Marcus Brennecke, dem Managing Partner von EQT, CEO Sabine Herlitschka von Infineon Technologies und Susanne Höllinger von der ÖBAG das Thema „Der Aufsichtsrat als Sparringpartner". Das Gespräch drehte sich um die Frage, wie Vorstände und Aufsichtsräte besser zusammenarbeiten könnten. Dichand sprach sich für eine Anpassung der Vergütung für Aufsichtsräte an internationale Standards aus. Ihre Expertise im Private Equity-Bereich hatte sie Projekte für Unternehmen wie Andritz AG, Wolford, ETM professional control GmbH, Bene AG und Palfinger begleiten lassen.

Einigkeit bestand auch, dass in Sachen Compliance – der Einhaltung der für Unternehmen vorgeschriebenen Regeln – eine Null-Toleranz-Politik notwendig sei. Das sei nicht nur für Investoren, sondern auch für Mitarbeiter von großer Bedeutung. „In einer globalisierten Welt braucht man gemeinsame Regeln", hatte schon zuvor Bundespräsident van der Bellen erklärt.

Professionelle Shareholder





Helmut Kern, Aufsichtsratsvorsitzender der ÖBAG betonte: „Wir wollen die ÖBAG als professionellen Shareholder positionieren. Dabei möchten wir zeigen, dass der Staat ein guter, transparenter und erfolgreicher Eigentümer sein kann und dass wir mit der ÖBAG für alle Österreicherinnen und Österreicher eine nachhaltige Wertsteigerung erzielen können. Eine hervorragende Corporate Governance ist dabei ebenso wichtig wie eine Strategie, die neben wirtschaftlichen Aspekten auch auf den heimischen Standort Rücksicht nimmt."

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