Wie viele fallen auf diesen dreisten Schwindel rein?

Durch den Fehler eines Casino-Managers winkt Österreichern das schnelle Geld. Das verspricht ein Bericht auf einem vermeintlichen Finanzportal – doch dort ist wirklich ALLES erfunden.
"Wenn Sie in Österreich leben und sich leicht Geld zuverdienen wollen, dann ist das wohl der spannendste Bericht, den Sie je lesen werden", lockt ein Artikel auf dem Portal "Finance Times".

Geschäftsführer, Kevin Boehm, des Online-Casinos "Winner AG" hätte bei der Promotion-Kampagne zum Start seines Unternehmens in Österreich ein Detail übersehen, das dem Portal bislang schon über 600.000 Euro Verlust beschert hätte.

Aufgedeckt hätte den Fehler ein Schweizer Spieler namens Thomas Reinhardt. Durch eine unglückliche Formulierung würden österreichische Neukunden mit einer Einmalzahlung von 20 Euro bis zu 350 Euro einstreifen können. Tausende Menschen hätten mit diesem Vorschuss schon Jackpots geknackt.

Wegen der strengen Glücksspielgesetze sei eine Änderung der Formulierung frühestens am 19. Februar möglich. Bis dahin hätte jeder noch die Möglichkeit den Bonus einzustreifen, lockt der Artikel. Am Ende wird in drei einfach Schritten erklärt, wie man als Österreicher zu dem Geld kommen würde – inklusive Link zum Anmeldeformular. Sehr praktisch.

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Klingt wie eine einmalige Chance. Zu dumm nur, dass kein einziges Wort wahr ist. Zwar wirkt auf den ersten Blick alles wie ein normaler Zeitungsbericht, doch sobald man ein bisschen an der schillernden Oberfläche kratzt, offenbart sich ein Gerüst aus Lügen.

Die selbe Story geistert in zahlreichen Sprachen durchs Netz, immer an ein spezifisches Land angepasst. Es gibt weder den Geschäftsführer, noch einen Fehler in den AGBs, die vorgestellte Dame aus Berlin, die dadurch über 160.000 Euro gecasht hätte, hat in jeder Version des Artikels einen anderen Namen und Wohnort. Selbst das vermeintliche Nachrichtenportal "Finance Times" ist eine Fälschung! Alle Links führen zu dem selben Anmeldeformular des Online-Casinos mit Sitz in Malta.

Den Traum vom schnellen Geld kann man also schnell wieder zu Grabe tragen. Leider gilt auch hier wieder die alte Weisheit: Klingt etwas zu gut um wahr zu sein, dann ist es das meist auch.

Melden Sie sich nicht an, es handelt sich um eine aufwendige Betrugsmasche! (rcp)

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