So wahrscheinlich ist ein Lotto-Sechser wirklich

Die Wahrscheinlichkeit, einen Sechser im Lotto zu tippen, liegt statistisch bei 1:8.000.000 - in etwa so hoch wie die, von einem Blitz erschlagen zu werden. Die Details für die Ziehung heute.

Österreich ist im Lotto-Fieber. Erstmals könnte der Lotto-Jackpot mit rund 10 Millionen zweistellig sein. Aufgrund der insgesamt 8.145.060 Tippvarianten, die möglich sind, liegt die Wahrscheinlichkeit, mit nur einem Tipp zu gewinnen, bei eins zu acht Millionen. Schon bei zwei Tipps verdoppelt sich die Chance rein statistisch gesehen.

Die Österreichischen Lotterien rechnen, dass mit den erwarteten 11,3 Millionen abgegebenen Tipps etwa 80 Prozent aller Möglichkeiten (das wären etwa 6,5 Millionen) abgedeckt werden. Eine Garantie, dass der Sechsfach-Jackpot geknackt wird, gibt es nicht, sie liegt aber bei rund 80 Prozent oder 4:1 anders ausgedrückt.

So schaut ein Jackpot von zehn Millionen aus:

Erster Lotto-Sechser fiel niedriger aus

Wer als einziger den Lotto-Sechser tippt, würde am Sonntag übrigens rein betragsmäßig (ohne einberechnete Inflation und Wirtschaftsentwicklung) 21-mal soviel gewinnen wie der allererste Lotto-Sechser in Österreich. Dieser erste Sechser brachte am 7. September 1986 einem Steirer umgerechnet rund 475.400 Euro.

Wie oft werden Menschen vom Blitz getroffen?

Der am häufigsten herangezogene statistische Vergleich zum Lotto-Sechser ist die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz erschlagen zu werden. Tatsächlich verhält sich dies in der Statistik ebenso.

Durchschnittlich werden in Österreich zwei bis drei Menschen pro Jahr vom Blitz erschlagen. Rund zehn Menschen werden pro Jahr vom Blitz getroffen, wovon etwa zwei Drittel überleben. Besonders der Süden Österreichs zählt geographisch und klimabedingt zu den Regionen Europas mit dem meisten Blitzeinschlägen.

Vor 50 Jahren noch viel höhere Todeszahl

Die Zahl der Blitztoten ist in den vergangenen 50 Jahren allerdings deutlich zurückgegangen. Wie der Leiter des Österreichischen Blitzortungssystems ALDIS, Gerhard Diendorfer, in einem Bericht im Jahr 2017 erklärte, starben in den 1960er-Jahren pro Jahr noch 20 bis 40 Menschen in Österreich durch Blitzschlag.

Der deutliche Rückgang hat wohl vor allem zwei Gründe: Zum einen hat sich die Genauigkeit der Wettervorhersagen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Zum anderen arbeiten heutzutage viel weniger Menschen in der Landwirtschaft auf dem freien Feld, dort gab es früher die meisten Blitztoten. Diejenigen, die noch in der Landwirtschaft arbeiten, sind durch die Metalldächer von Traktoren und anderen Fahrzeugen besser geschützt. (red)

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