Drohnen legten Londoner Flughafen komplett lahm

Nachdem der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden konnte, ist es in London Gatwick am Freitagabend kurzzeitig wieder zum Stillstand gekommen.
Der Flugbetrieb am Londoner Flughafen Gatwick ist nach einer mutmasslichen Drohnensichtung am Freitagabend kurzzeitig eingestellt worden. Es handelte sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme.

Nach rund 45 Minuten konnten die Flugzeuge wieder starten, teilte der Flughafen auf Twitter mit.

Bereits zwischen Mittwochabend und Freitagmorgen hatten Drohnenflüge den zweitgrössten britischen Flughafen während 36 Stunden lahmgelegt. Ankommende Maschinen mussten umgeleitet werden und teils hunderte Kilometer entfernte Airports wie Amsterdam und Paris ansteuern.

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Bislang weiss man nicht, wer für die Störaktionen verantwortlich ist. Die Ermittler haben keinerlei Spur zu der Täterschaft.

Die Polizei erklärte am Freitag, dass bei neuen Sichtungen mittlerweile auch der Abschuss der Drohne eine «taktische Option» sei. «Wir werden tun, was wir können, um diese Drohne vom Himmel zu holen und die Störung zu beseitigen, sodass wir Gatwick wieder zum Normalzustand bringen können», sagte Kriminalhauptkommissar Jason Tingley. Bislang wollte die Polizei einen Einsatz von Schusswaffen aus Sorge vor Irrläufern vermeiden.

45 Millionen Passagiere

Tingley geht davon aus, dass der Drohnen-Lenker gezielt Störungen im Flugbetrieb herbeiführen will. Nach britischem Recht ist es verboten, Drohnen in der Nähe von Flugzeugen und Flughäfen fliegen zu lassen, ausserdem dürfen sie eine Höhe von 122 Metern nicht übersteigen.

Der Flughafen London Gatwick liegt südlich der britischen Hauptstadt und ist der zweitgrösste des Landes nach Heathrow. Jedes Jahr werden dort 45 Millionen Passagiere abgefertigt, obwohl der Flughafen nur über eine Start- und Landebahn verfügt. (slo)

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