Um 20.35 war das Beben laut ZAMG in St. Gotthard im Mühlkreis (Bezirk Urfahr-Umgebung) deutlich zu spüren, auch wenn die Stärke nur bei 1,3 lag. Das beschreiben auch Gemeindebewohner: "Ich hörte ein Donnergrollen und der Boden zitterte leicht. Es hörte sich wie eine Explosion an", so etwa Gerhard H. gegenüber "Heute".
Der St. Gottharder befand sich zur Zeit des Bebens im Freien. Aber auch seine Tochter, die im Haus war, nahm das Erdbeben deutlich wahr. "Playmobil-Figuren, die vorher noch gestanden haben, lagen plötzlich auf dem Boden", sagte er. Schäden hat es laut dem Erdbebendienst der ZAMG aber nicht gegeben.
Das war nicht das erste Mal, dass im Bereich St. Gotthard im Mühlkreis die Erde bebte. Seit rund einem Jahr rüttelt es die Gemeindebewohner in der Umgebung regelmäßig durch. Bereits am 18. Jänner 2022 etwa wies ein Erdbeben eine Magnitude von 3,2 auf. "Damals gab es auch Schäden. So brach der Fliesenboden in der Kirche", erzählt Bürgermeister Manfred Wurzinger gegenüber "Heute".
„"Die Menschen haben sich schon darauf eingestellt, sind aber immer noch unsicher. Wir hoffen, dass die Beben nicht mehr und nicht stärker werden", so Wurzinger.“
Erklärt werden die häufigen Beben durch eine Bruchzone bei der sogenannten "Rodl-Störung". Sie verläuft nordöstlich der Donau. Geologen bezeichnen mit "Rodl-Störung" eine Scherzone entlang der Rodl, an der sich in bis zu 15 Kilometern Tiefe zwei unterirdische Störungsflächen aneinanderreiben. Linkes und rechtes Rodl-Ufer verschieben sich dort.
Der Erdbebendienst bat die Bevölkerung um Rückmeldungen zu dem Beben - über die App "QuakeWatch Austria", das Wahrnehmungsformular auf der Homepage oder schriftliche Meldungen an die Adresse Hohe Warte 38, 1190 Wien.