Wieder Schießerei an US-Schule

Bild: Reuters

Bei einem erneuten bewaffneten Zwischenfall an einer US-Schule ist in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia ein 14-jähriger Schüler durch einen Kopfschuss verletzt worden.

Der Jugendliche werde im Krankenhaus behandelt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Das Opfer sei außerhalb der Price Middle School verwundet worden und sei bei seinem Transport ins Krankenhaus bei Bewusstsein gewesen, teilte die Polizei von Atlanta auf ihrer Facebook-Seite mit.

Angaben zur Identität des Opfers machte die Polizei nicht. Der Fernsehsender Fox News berichtete, der festgenommene mutmaßliche Täter sei ebenfalls ein Schüler.

Der Bürgermeister von Atlanta, Kasim Reed, verurteilte die Schießerei und andere Zwischenfälle dieser Art als "skrupellos". Bewaffnete Angriffe in und um US-Schulen müssten "aufhören", forderte er in einer auf der Webseite der Stadtverwaltung veröffentlichten Stellungnahme. "Zu viele junge Menschen werden verletzt, und zu viele Familien leiden unter unvorstellbarer und unnötiger Trauer", fügte Reed hinzu.

In den vergangenen Monaten hatten Schießereien an Schulen in den USA immer wieder für Entsetzen gesorgt. Bei einem besonders schockierenden Amoklauf in einer Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut hatte ein junger Mann Mitte Dezember 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen, bevor er sich selbst tötete. US-Präsident Barack Obama forderte den Kongress daraufhin auf, schärfere Waffengesetze zu verabschieden. In der US-Verfassung ist das Recht jedes Bürgers auf Waffenbesitz festgeschrieben.

Der Senat in Washington hatte am Mittwoch mit den Beratungen über eine entsprechende Gesetzesinitiative der Demokraten begonnen. Dem Entwurf zufolge würden die Herstellung, die Einfuhr und der Verkauf von mehr als 150 verschiedenen meist halb automatischen Waffen untersagt.

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