Am Montagabend sorgte der vorzeitige Spielabbruch beim Test-Match in Ritzing zwischen Neuseeland und Katar für internationales Aufsehen. Am Tag danach wird nun bekannt: Fast zeitgleich kam es in Österreich zu einem zweiten vergleichbaren Vorfall.
Der irische Verband gibt bekannt, dass die U21-Partie von Irland gegen Kuweit in Bad Radkersburg abgebrochen wurde, nachdem ein Spieler von einem Kuwait-Kicker rassistisch beleidigt worden war.
Die Iren traten trotz 3:0-Vorsprungs geschlossen ab, hätten den Vorfall bei Weltverband Fifa und Europaverband Uefa gemeldet.
Auch in Ritzing war Rassismus der Grund für das Abtreten der Neuseeländer. Der neuseeländische Verband erklärte am Montagabend bei Twitter, dass Nationalspieler Michael Boxall während der ersten Spielhälfte von einem katarischen Spieler rassistisch beleidigt worden sei.
"Da keine offiziellen Maßnahmen ergriffen wurden, hat sich die Mannschaft nicht mehr bereit erklärt, in der zweiten Spielhälfte anzutreten", hieß es weiter. Neuseeland führte zu diesem Zeitpunkt mit 1:0.
Katars Nationaltrainer Carlos Queiroz erklärte im Anschluss, dass der neuseeländische Kapitän in der Halbzeit zu ihm gekommen sei, um ihm mitzuteilen, dass die All Whites das Spiel nicht fortsetzen würden.