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Wieder VAR-Panne bei Abseits-Entscheidung in Bundesliga

Nach dem Auftaktspiel der 29. Bundesliga-Runde zwischen WSG Tirol und Ried (1:1) steht neuerlich der Video-Schiedsrichter in der Kritik. 
Heute Redaktion
13.05.2023, 09:12
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Nachdem Seifedin Chabbi die Innviertler schon in der ersten Minute in Front köpfte, Julius Ertlthaler in der 37. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer auf 1:1 stellte, jubelte Bundesliga-Schlusslicht Ried über den vermeintlichen Siegtreffer in der 92. Minute durch Tin Plavotic. Referee Markus Hameter gab den Treffer aber nicht, nachdem in der Entstehung Markus Lackner im Abseits stand – so zumindest die Entscheidung von Video-Referee Harald Lechner. 

Hameter sah sich die Szene selbst im sogenannten On-Field-Review noch einmal an, entschied, den Treffer in der Nachspielzeit nicht zu geben. Das löste wilde Proteste der Rieder aus. Roko Jurisic sah auf der Ersatzbank Rot und Klub-Präsident Roland Daxl stürmte nach dem Abpfiff auf den Unparteiischen zu, schrie auf Hameter ein.

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Nur eine Linie

Das Problem dabei: In der TV-Liveübertragung wurde die Szene nicht restlos aufgeklärt. Beim Standbild, auf dem Lackner und WSG-Verteidiger Dominik Stumberger nahezu auf gleicher Höhe zu sehen sind, wurde nur eine Linie gezeichnet. Eine zwei Linie, die sogenannte kalibrierte Linie, die die Abseitsstellung eindeutig markieren soll, fehlte. 

In der TV-Übertragung war nur eine Abseitslinie zu sehen.
Screenshot

Eine Panne, wie Hameter nach dem Spiel bei "Sky" erklärte. "Grundsätzlich hätten wir das Tor auf dem Feld gegeben, wobei der Assistent schon mitgeteilt hat, dass die Szene sehr knapp war. Wie ich zum On-Field-Review gekommen bin, gab es zwei Linien. Da sah man, dass sich der Spieler Lackner mit dem Oberkörper in Abseitsposition befunden hat. Aufgrund eines technischen Problems ist die Linie verloren gegangen. Der Video-Schiedsrichter hat die Linie noch einmal gezeichnet. Und hat dann bestätigt, dass sich Lackner im Abseits befunden hat", führte Hameter aus. 

Der Unparteiische zeigte zwar Verständnis für Emotionen im Fußball, verurteilte die auf ihn einprasselnden Beleidigungen jedoch aufs Schärfste. "Es gibt Grenzen. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir über einen Schiedsrichtermangel sprechen, gewisse Dinge schlagen über die Strenge", so Hameter, der andeutete, dass er eine Anzeige gegen den polternden Ried-Präsidenten Roland Daxl schreiben werde. Jurisic kam nach dem Schlusspfiff noch in die Schiedsrichterkabine. "Ein Verhalten, das in Ordnung war, er hat sich bei meinem Assistenten entschuldigt", so Hameter. 

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