Mutter im Sterben: Darum wurde Besuch verwehrt

Im Samstag verwehrte das SMZ Süd im Kaiser Franz-Josef-Spital (Favoriten) einem Polizisten und seiner Familie den Besuch bei seiner sterbenden Mutter. Nun erklärt die Stadt: "Die Regelung ein Besucher pro Tag und Patient ist notwendig, um die Spitäler vor Ansteckungen zu schützen".
Im Samstag verwehrte das SMZ Süd im Kaiser Franz-Josef-Spital (Favoriten) einem Polizisten und seiner Familie den Besuch bei seiner sterbenden Mutter. Nun erklärt die Stadt: "Die Regelung ein Besucher pro Tag und Patient ist notwendig, um die Spitäler vor Ansteckungen zu schützen".Bild: picturedesk.com
Die Mutter im Sterben, dennoch durfte ein Polizei-Offizier nicht ins SMZ Süd. Nach dem "Heute"-Artikel legt die Stadt Wien nun die Gründe für die Abweisung dar.
Am Samstag machte Polizei-Brigadier Gerald Tatzgern auf Twitter keinen Hehl aus seiner Wut. Grund für den Unmut war, dass ihm der Zugang zum Sozialmedizinischen Zentrum Süd im Kaiser-Franz-Josef-Spital (Favoriten) verweigert wurde.

Dort wollte er gemeinsam mit Angehörigen seine Mutter besuchen, die im Sterben liegt, "Heute" hat berichtet.

Was bei dem Polizisten für ordentlich Verstimmung sorgte, ist für die Stadt eine gerechtfertigte Maßnahme in Zeiten der steigenden Covid19-Erkrankungen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Das Coronavirus ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam meistern können, wenn wir das Virus an der Ausbreitung hindern wollen. Im konkreten Fall wäre es ein Besuch mit fünf Personen gewesen, darunter zwei Kinder", erklärt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

"Schutz der Spitäler gilt für alle - auch für Offiziere des Innenministeriums"

Die neuen Besuchsregelungen in den Wiener Spitälern wären ja aus einem bestimmten Grund beschlossen worden, nämlich um die Spitäler als wertvollste Ressource der Stadt vor dem Coronavirus zu schützen. "Deshalb ist klar: Nur in ganz klar geregelten Ausnahmefällen dürfen Besuche stattfinden: Bei Kleinstkindern und Patientinnen oder Patienten in der Palliativ-Betreuung. Eine Person pro Patient pro Tag. Das gilt für alle Wienerinnen und Wiener – auch für Offiziere des Innenministeriums. Dafür ersuche ich um Verständnis", so Hacker.



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