Das sind die wahren Virus-Hotspots von Wien

In der Statistik scheinen die großen Flächenbezirke mit vielen Corona-Erkrankungen auf. Misst man die Fälle an der Einwohnerzahl, offenbart sich eine Überraschung.
Wien zählt bisher knapp über 700 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen und zwölf Todesfälle. "Heute" veröffentlicht seit Tagen die aktuellen Zahlen auf Bezirksebene. Derzeit steht Landstraße mit 98 Infizierten an der Spitze, danach folgen die großen Flächenbezirke Floridsdorf und Donaustadt mit 50 und 56 Erkrankten.

Absolute Zahlen sind aufschlussreich, aber können auch ein leicht verzerrtes Bild der Lage vermitteln. Denn naturgemäß haben die großen Bezirke mehr Einwohner und somit in der Regel auch mehr Corona-Erkrankungen. Um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen, hat "Heute" die Zahl der Erkrankten pro 10.000 Einwohnern in allen 23 Wiener Gemeindebezirken ermittelt. Die Infografik dazu siehst du oben. Die Daten stammen vom 25. März um 13.30 Uhr.

Innere Bezirke stark betroffen

Es fällt auf: Gemessen an den Einwohnerzahlen sind die innerstädtischen Bezirke deutlich stärker betroffen als die Rand- und Flächenbezirke. Landstraße hat dermaßen viele Erkrankte, dass auf 10.000 Einwohner in diesem Bezirk 10,6 Erkrankte kommen. Nur knapp dahinter befindet sich die Innere Stadt mit einem Wert von 9,2.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ebenfalls stark betroffen sind Wieden (6,9), Döbling (6), Mariahilf (5,9) und die Josefstadt (5,5). Die Brigittenau hat derzeit den niedrigsten Wert mit 1,9, Favoriten (2) sowie Margareten, Ottakring und Liesing liegen mit je 2,5 nur knapp darüber.

Die großen Flächenbezirke Floridsdorf und Donaustadt kommen auf je 2,9 Erkrankte pro 10.000 Einwohnern.

Die aktuellen Erkrankungen in Wien in absoluten Zahlen:





Die Lage in ganz Österreich auf Bezirksebene:



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