Wien

Wien Energie verlangt 21.000 € für einen Monat Strom

Der Wiener traute seinen Augen kaum, als der seine Rechnung sah. Nur für Mai sollte er 18.322 Euro für Strom bezahlen, plus 3.052 Euro Netzabgabe.

Christian Tomsits
Diese zwei Rechnungen bekam ein Wiener nun übermittelt. Er soll für einen Monat Energie insgesamt 21373,39 Euro blechen.
Diese zwei Rechnungen bekam ein Wiener nun übermittelt. Er soll für einen Monat Energie insgesamt 21373,39 Euro blechen.
Weingartner-Foto / picturedesk.com/Faksimile

Ein Immobilienunternehmer konnte nicht glauben, was er da aus dem Kuvert der Wien-Energie herauszog. Denn der  unscheinbare Brief barg einen explosiven Inhalt: Ganze 18.321,68 Euro soll der 58-Jährige für ingesamt 42.132 konsumierte Kilowattstunden Strom laut der Rechnung von Wien Energie blechen. Dazu wären rund 3.000 Euro Netzabgabe fällig.

"Dazu bräuchte man Tesla-Fabrik"

Dabei ging der Rechnungszeitraum nur von 3. Mai 23 bis 1.Juni 23 – also weniger als einen Monat.  "Man kann in so kurzer Zeit gar nicht so viel Strom verbrauchen, dazu bräuchte man ja eine Tesla-Fabrik in der Wohnung", wütet ein Bekannter des Wieners, der ihm zur Hilfe kam.

"Bei Wien-Energie gab man uns am Telefon keine Auskunft und meinte wir sollen uns an das Inkasso-Büro wenden." Doch auf der Rechnung, die mit 10. Juli datiert ist, steht eindeutig, dass der Kunde 14 Tage fürs Zahlen Zeit habe, es ist daher unverständlich, wieso es keine Mahnungen gab. "Was ist das also jetzt? Ein Fehler, dreiste Abzocke oder Enteignung?", so der Wiener.

"Fehler bei der Nachverrechnung"

Zwei Anwälte wurden umgehend mit der elektrisierenden Causa um die horrende Stromrechnung beschäftigt. Auf ein Schreiben eines der eingesetzten Juristen reagierten die Wiener Netze sofort und ruderten plötzlich ganz weit zurück: "Bei Durchsicht unserer Unterlagen haben wir festgestellt, dass uns bezüglich der Nachverrechnung ein Fehler passiert ist. Es wird aufgrund des geringen Verbrauchs keine Rechnung gestellt." Warum das Mitarbeitern erst bei der Durchsicht und nicht schon bei der Ausstellung auffällt wirft Fragen auf…

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    "Heute"-Montage Dalibor Brlek / dpa Picture Alliance / picturedesk.com, Leserreporter