Ein kurzer Männer-Trip nach Spanien endete für Markus N. (25, Name geändert) aus Baden (NÖ) am Wochenende mit einer elendiglich langen Heimreise.
Wegen eines Gewitters in Frankreich konnte der Flieger einer bekannten Billig-Fluglinie aus Valencia nicht zur geplanten Zeit abheben. Statt alle Passagiere vorübergehend aussteigen zu lassen, ließ man rund 200 Leute einfach sitzen – "ohne ausreichende Informationen", ärgert sich einer der vielen Betroffenen. Als bereits zwei Stunden Verspätung verstrichen waren, ohne dass sich der Flieger vom Fleck bewegte, kippte die Stimmung.
"Sogar der Pilot kam aus dem Cockpit und drohte damit, aufgebrachte Gäste nicht mehr mitzunehmen", musste der 25-Jährige fast fünf Stunden ausharren, wüste Beschimpfungen flogen dem Bordpersonal um die Ohren. "Scheinbar verbot die Fluglinie ihnen, kostenlose Verpflegung an uns zu verteilen", will der Passagier mitbekommen haben. "Wir bekamen stundenlang gar nichts. Erst ganz am Ende wurde vereinzelt Wasser in Bechern ausgeteilt", reichte er nun Beschwerde ein.
Darin wirft er der Airline vor, die Situation unnötig verschärft zu haben. Andere Flüge hätten Startfreigaben erhalten, während ihr Flug immer weiter nach hinten gereiht wurde. Besonders verärgert zeigt sich der 25-Jährige über den Umgang mit den Passagieren. Trotz Ankündigung fand ein vorübergehendes Deboarding nie statt – vermutlich auch aus Kostengründen", so der Betroffene. Die Landung in Wien erfolgte erst um 2:48 Uhr.
"Zum Glück holten mich Familienmitglieder ab und ich musste mir kein Taxi zahlen." Aber das lange Warten und die Unsicherheit sei auch für sie höchst unangenehm gewesen. Nun fordert er eine "angemessene Entschädigung", befürchtet jedoch, dass man ihn mit dem Verweis auf höhere Macht abblitzen lassen könnte. Eine Stellungnahme der Airline stand noch aus.