Wien fordert Kündigungsschutz für Mieter im Rückstand

Der Kündigungsschutz soll für alle Mietrückstände gelten, die bis Juni 2021 entstehen.
Der Kündigungsschutz soll für alle Mietrückstände gelten, die bis Juni 2021 entstehen.picturedesk.com
Mieter, die infolge der Corona-Krise in Zahlungsverzug sind, sollen einen Kündigungsschutz erhalten, fordert Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal.

Wiens Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) setzt sich für einen Kündigungs- bzw. Delogierungsschutz für Mieter ein. Dieser soll bis Juni 2021 für jene gelten, die infolge der Coronavirus-Krise in Zahlungsverzug sind. 

Wie Kathrin Gaal gegenüber der APA betonte, sei die entsprechende Regelung im Lockdown im Frühjahr viel zu knapp bemessen und müsse verlängert werden. So galt der Kündigungsschutz bis zum heurigen Juni.

"Obdachlosigkeit vermeiden"

"Die Bundesregierung muss nun im zweiten Corona-Lockdown rasch dafür sorgen, dass Menschen in dieser schwierigen Ausnahmesituation nicht ihre Wohnung verlieren. Drohende Obdachlosigkeit muss in dieser Zeit, in der alle bestmöglich zum Zuhause-Bleiben aufgerufen sind, um jeden Preis verhindert werden", forderte die Stadträtin vom Bund: "Leider herrscht hier seitens der Bundesregierung bisher fatale Untätigkeit."

In Wien sei der Corona-bedingte Delogierungsstopp für Gemeindewohnungen weiter aufrecht, betonte Gaal. Alle Mieterinnen und Mieter, die in Zahlungsschwierigkeiten sind, rief sie zu einer möglichst frühen Kontaktaufnahme mit Wiener Wohnen auf, um einen Zahlungsplan zu erstellen.

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