Messerstich bei Streit: Redakteurin hilft Opfer

Ein Mann mit Stichwunde steht Dienstag auf der Heiligenstädter Straße. Er bittet um Hilfe, seine Frau sei in Gefahr. Ein Familiendrama auf offener Straße.
Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr: Auf der Heiligenstädter Straße 56, nahe eines Privatspitals, steht ein Mann in Socken, ohne Jacke. Seine Hand drückt er auf die linke Seite seines Bauches. Sein T-Shirt färbt sich rot, seine Hand ist blutig. Er scheint schwer verletzt zu sein.

Die Straßenbahn D fährt in die Station Rampengasse ein. Der Mann bittet die Aussteigenden um Hilfe, aber keiner bleibt stehen. Nur ein weiterer Fußgänger und ich beweisen Zivilcourage. Er ruft die Rettung, ich die Polizei. Eigentlich selbstverständlich. Zu dritt verstecken wir uns in einem Hof nebenan, beruhigen den Verletzten: "Alles wird gut, Hilfe ist auf dem Weg."

Heikle Situation

Der Afghane ist verzweifelt: "Meine Frau ist noch in Gefahr, der junge Bruder hat ein Messer." Kurz danach kommt auch seine Ehefrau, wir rufen sie zu uns. Plötzlich tritt ein weiterer Mann aus der Tür, seine Hände sind blutig. Auch er sucht das Ehepaar …

Die Situation wird heikel, das Paar versteckt sich rasch. Doch glücklicherweise trifft die Polizei noch rechtzeitig ein. Das Messeropfer zeigt auf seinen Peiniger, der sich ohne Widerstand festnehmen lässt.

CommentCreated with Sketch.10 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Der schwerverletzte Mann sowie ein weiteres verletztes Familienmitglied werden ins Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Täter, der Bruder (18) der Ehefrau, wird abgeführt.

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