Wien ist beim gesunden Schulessen auf Platz 1

Wiens Schul- und Kindergartenessen ist im Greenpeace-Ranking auf Platz 1.
Wiens Schul- und Kindergartenessen ist im Greenpeace-Ranking auf Platz 1.Bild: zVg

Kinder werden immer übergewichtiger, aber: Wien geht mit gutem Beispiel voran. In den Schulen und Kindergärten nimmt die Hauptstadt beim gesunden Essen eine Vorreiterrolle ein.

Mit Abstand auf dem ersten Stockerl landet Wien beim Greenpeace-Ranking des Essens in Schulen und Kindergärten. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nahm alle neun Bundesländer unter die Lupe – und schaute sich das Essen im Vergleich an. Kriterien waren unter anderem, ob das Essen bio, weniger fleischlastig und regional ist.

Mit 17 von 21 möglichen Punkten liegt Wien weit vorne. Auf Platz Zwei folgt Oberösterreich – mit 9,5 Punkten, auf Platz Drei Kärnten. Auf den letzten Plätzen: Tirol und das Burgenland (mit je fünf Punkten).

Reduktion des Fleischanteils nur in Wien

In keinem anderen Bundesland außer Wien sind genaue Daten zum Anteil der Bio-Lebensmittel in den Kindergärten und Schulen verfügbar. Und: Wien ist das einzige Bundesland, das als politisches Vorhaben eine Reduktion des Fleischanteils in Kindergärten und Schulen beschlossen hat, so das Greenpeace-Ranking.

"Wien ist bei Kindergarten- und Schulessen Vorreiter"

"Gute Nachrichten für Wiener Familien: Wien ist bei Kindergarten- und Schulessen absoluter Vorreiter innerhalb Österreichs", sagt Greenpeace-Sprecher Sebastian Theissing-Matei. Die Umweltschutzorganisation hat die neun österreichischen Bundesländer in drei Kategorien bewertet: Wie hoch ist der Anteil an Bio-Lebensmitteln? Wieviel regionale Kost wird geboten? Und welche Maßnahmen gibt es für weniger fleischlastige Mahlzeiten?

In den öffentlichen Wiener Pflichtschulen kommt bereits 40 Prozent des Essens aus biologischer Landwirtschaft, in den Kindergärten sind es im Schnitt sogar 50 Prozent. Auch regionales Essen und mehr Alternativen zu Fleischmahlzeiten werden in Wien forciert. „"Das ist auch deshalb sehr erfreulich, weil in Wien besonders viele Kinder in öffentlichen Einrichtungen zu Mittag essen. Täglich werden über 50.000 Mahlzeiten ausgegeben", so Theissing-Matei.

Kopenhagen als Vorbild

Auch wenn Wien im Bundesländer-Vergleich sehr gut abschneidet, sei noch immer viel Luft nach oben, so der Greenpeace-Experte: "Das zeigt das Beispiel der dänischen Hauptstadt Kopenhagen: Dort ist bereits jetzt 90 Prozent des Essens in Kindergärten und Schulen biologisch. Die Vorgaben für gutes Schul- und Kindergartenessen könnten also auch in Wien noch höher liegen."

In Österreich haben die Bundesländer entscheidenden Einfluss darauf, was in öffentlichen Einrichtungen serviert wird. Theissing-Matei: "Die Landesregierungen können maßgeblich bestimmen, was auf den Tellern landet: Produkte aus industrieller Massenproduktion unbekannter Herkunft oder biologisches Essen, frisch aus der Region. Wien hat die Verantwortung diesbezüglich erkannt und ist schon auf einem sehr guten Weg."

Das gesamte Ranking finden Sie hier. (gem)

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