"Dogenhof" ist für radikale Reduktion entflammt

Die Café-Konditorei in der Praterstraße wurde um einen Restaurant-Bereich erweitert und setzt dabei auf wenige Zutaten – mit Erfolg.
Neuer Glanz für die altehrwürdigen Räume des "Dogenhofes": Die Café-Konditorei – sie ist auch Sitz der Analog-Manufaktur "Supersense"– im 1899 erbauten "Palast" in der Praterstraße 70 (Leopoldstadt) wurde jetzt um einen Restaurant-Bereich erweitert, der als "Wohnzimmer für alle" gedacht ist und von Yvonne Krisch und Robin Molenaar designt wurde.

Die Atmosphäre ist gemütlich-gedämpft, Mittel- und Blickpunkt des Lokals ist ein langer Holztisch, der auch als Arbeitsfläche für die Köche dient. Im Hintergrund flackern die Flammen der offenen Feuerstelle. Alle Gerichte wie etwa der Ofen-Karfiol (15 Euro) oder der Jung-Gockel (16 Euro) werden ausschließlich dort und im Holzbackofen zubereitet und können auch als kleinere Portion verkostet werden. Zum Frühstück werden Ofengranola, Dogenmüsli und ein veganer Eintopf serviert, mittags locken Menüs (mit Suppe oder Salat ab 10 Euro) wie feuriges Curry, Sauerteig Focaccia, Ofentortilla oder Kraut & Rüben.

Radikale Reduktion auf das Wesentliche

"Supersense"-Macher Florian Kaps und Simon Steiner, Mitbegründer und ehemaliger Restaurantleiter des Heuer am Karlsplatz, haben sich mit dem erweiterten "Dogenhof" einen großen Traum erfüllt – und sich dabei der radikalen Reduktion verschrieben. "Der Fokus liegt auf wenigen Zutaten", erklärt Lukas Stagl, verantwortlich für Kreation und Umsetzung der Speisen. Da reicht auch eine einzelne Karotte mit Sauce am Teller.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch "Zero Food Waste" und die enge Einbindung regionaler Produzenten spielen im "Dogenhof" eine große Rolle: So wird von 22 Uhr bis Mitternacht das sogenannte Küchenschluss-Dinner angeboten. Dabei werden vom Tag übrig gebliebene Lebensmittel als "Restlessen" verwertet und günstiger angeboten. Seit einigen Wochen läuft der Testbetrieb, das Lokal-Konzept wird von den Gästen bisher sehr gut angenommen.

Bei den Produzenten, darunter die Käserei von Robert Paget aus dem Waldviertel, wird auch darauf geachtet, dass möglichst viel verwertet werden kann. Ab April gibt es einen eigenen Shop, in dem die Spezialitäten erworben werden können, zudem werden Verkostungen und Workshops angeboten. Anmeldung unter dogenhof.com



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