Sie brachte Kind in Schule, dort lauerte ihr Killer auf

Nur wenige Minuten bevor Sandra D. von ihrem Ex-Freund Martin M. in Wien-Wieden erschossen wurde, brachte sie ihren 11-jährigen Sohn noch zur Schule.

Drei Tage nach der Bluttat im 4. Bezirk in der Rienößlgasse hat die Polizei am Freitag weitere Details zu dem Vorfall bekannt gegeben.

So hatte Killer Martin M. einen 24-jährigen Bekannten dazu gezwungen, ihn zum späteren Tatort zu chauffieren. Während der Fahrt zog der 38-Jährige plötzlich eine Pistole und bedrohte damit den jungen Mann.

Danach ließ er sich von seine Geisel zu mehreren Orten in Wien fahren, unter anderem auch zu der Wohnadresse der Ex-Freundin. Doch dort fand er seine Ex-Freundin nicht vor.

Der Serbe ahnte dann vermutlich, dass sich die 35-Jährige aufgrund der Uhrzeit (Dienstagvormittag) womöglich ganz in der Nähe der Schule ihres Sohnes befinden muss.

Killer ließ sich zur Schule fahren

Daraufhin zwang er den 24-Jährigen, ihn zur Schule in Wieden in die Rienößlgasse zu fahren. Dort angekommen, stieg er aus dem Auto aus und lauerte seinem Opfer auf. Der Bekannte nutzte die Gelegenheit und fuhr davon. Er meldete sich später bei der Polizei, nachdem er von dem Vorfall in Wien erfahren hatte.

Nach Informationen von "Heute" kam Sandra D. nur wenige Augenblicke später dann tatsächlich aus der Schule vis a vis. Sie hatte ihren 11-jährigen Sohn dorthin gebracht und sich noch von ihm verabschiedet. Nicht ahnend, das es das letzte Mal sein sollte.

Mit zwei Schüssen getötet

Der 38-Jährige zögerte nicht lange, zückte seine Pistole und schoss seiner Ex einmal in den Oberkörper und ein weiteres Mal in den Kopf. Anschließend richtete er die Waffe gegen sich selbst und drückte ab.

Erst Anfang Mai hatte die Sandra D. ihren Ex wegen schwerer Nötigung angezeigt, nachdem es in ihrer Wohnung zu einem brutalen Streit gekommen war. Nur einen Tag später wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen.

Am 29. Mai löschte Martin M. dann das Leben seiner ehemaligen Lebensgefährtin und auch sein eigenes aus. Die ballistische Untersuchung der Tatwaffe, einer Pistole, ist noch nicht abgeschlossen.

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(red)

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