Wien will Gastrofläche am Donaukanal zwangsräumen

Seit Jahren tobt am Donaukanal ein Streit um Gastroflächen. Jetzt soll das Areal rund um das Lokal "Adria Wien" zwangsgeräumt werden. Der Pächter sieht sich aber im Recht.

Die Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK), die sich aus Bund, Wien und Niederösterreich zusammensetzt und den Donaukanal verwaltet, möchte den Bereich rund um die "Adria Wien" zwangsräumen. Pächter Gerold Ecker will aber keinesfalls weichen. Er sieht sich im Recht.

Seit mehreren Jahren tobt am Donaukanal ein Streit um Gastroflächen. 2017 wurden sechs Flächen infolge eines kritischen Rechnungshofberichts von der DHK neu ausgeschrieben. Ecker, der auch das Badeschiff betreibt, war gerichtlich gegen die Neuvergabe vorgegangen. Einen Teil des Adria-Wien-Areals sollte er zurückgeben. Die Einigung zwischen Mieter und Vermieter blieb aus. 

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"Die Pachtverträge Eckers sind mit Ausnahme des Badeschiffs allesamt bereits im Oktober 2018 ausgelaufen. Seit September 2019 ist rechtskräftig entschieden, dass Ecker kein Anrecht auf die Nutzung der Adria Wien hat. Am 27. November 2019 bestätigte dies auch der OGH. Doch bis heute weigert sich Ecker, den Anordnungen des Gerichtes Folge zu leisten und die Fläche zu räumen", heißt es in einer Stellungnahme der DHK.

"Lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen"

"Wir lassen uns von Herrn Ecker nicht auf der Nase herumtanzen. Er hat auf Zeit gespielt, um möglichst lange seine Lokale betreiben zu können, selbst wenn er bereits rechtskräftig keinerlei Anspruch mehr hatte. Es wird niemand dafür Verständnis aufbringen, wenn wir jemanden für seine Dreistigkeit belohnen, wenn er beharrlich rechtskräftige Gerichtsentscheidungen ignoriert. Deshalb ist die gerichtlich angeordnete Zwangsräumung auch aus Sicht der Stadt Wien unumgänglich", Martin Jank, der Geschäftsführer Wiener Gewässer Management GmbH.

Wann die Zwangsräumung erfolgen soll, ist derzeit noch unklar. Die Flächen hätten bereits Anfang des Jahres für ein Nachfolgeprojekt geräumt werden sollen. Pächter Gerold Ecker betonte gegenüber der APA, dass man Einspruch eingebracht habe und eine Räumung der betreffenden Flächen rechtlich nicht möglich sei. "Ich sperre zu, wenn die Verfahren rechtsstaatlich zu Ende geführt worden sind." Vorerst denkt er nicht an eine Schließung.

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DonaukanalGericht

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