Wien will jetzt um Umweltamt kämpfen

Dicke Luft, denn: Das Umweltbundesamt soll nach Klosterneuburg übersiedelt werden.
Dicke Luft, denn: Das Umweltbundesamt soll nach Klosterneuburg übersiedelt werden.Bild: UBA/Gröger
Der Umweltminister Andrä Rupprechter (VP) will das Umweltbundesamt nach Klosterneuburg übersiedeln. Ulli Sima schlägt nun Wiener Alternativen vor.

Das Umweltbundesamt soll mit seinen 520 Mitarbeitern nach Klosterneuburg übersiedeln - mehr dazu hier. Stadtchef Stefan Schmuckenschlager und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hatten sich bei Minister Andrä Rupprechter (alle VP) dafür eingesetzt – mehr dazu hier.

Wien will Behörde nicht kampflos aufgeben

Das stieß aber wiederum Wien sauer auf: Sowohl Umweltstadträtin Ulli Sima (SP) als auch Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou ärgerten sich öffentlich über die Entscheidung – mehr dazu hier.

Sima will sich jedenfalls nicht kampflos geschlagen geben, weshalb sie jetzt alternative Standorte (Anm.: das derzeitige Amt ist für die Anzahl an Mitarbeitern zu klein und auf mehrere Standorte aufgeteilt) vorschlägt – beispielsweise in der Seestadt Aspern.

Sima pocht seit Bekanntwerden der Entscheidung auf ein Gesetz, in dem festgehalten wird, dass die Umweltbundesbehörde in der Bundeshauptstadt sein müsse und freut sich diesbezüglich auch über die Meinung der FPÖ. Norbert Hofer hatte in einem Interview mit dem "Kurier" gesagt, die Absiedlung von Behörden stehe nicht auf der Agenda der Koalitionsverhandlungen. "Offenbar sind die Freiheitlichen auch der Meinung, dass Klosterneuburg kein strukturschwaches Gebiet ist", so Sima. Zur Erinnerung: Nach Verkündung der anstehenden Übersiedlung höhnte die Stadträtin, Klosterneuburg sei "ungefähr so ländlich wie Döbling."

Ganz anders sieht das hingegen Klosterneuburgs FP-Chef Josef Pitschko: "Die Stadtgemeinde Klosterneuburg ist im Hinblick auf deren unzureichende Wirtschaftsstruktur durchaus als 'ländlicher Raum' zu bezeichnen, wodurch eine Übersiedlung des Umweltbundesamtes nach Klosterneuburg zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Stadtgemeinde ausreichend begründet ist."

(nit)

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