Als derzeit einzige Stadt Österreichs hat sich Wien um Aufnahme in das WHO-Netzwerk "Age-Friendly Cities and Communities" beworben - und erhielt die Zusage.
Das Netzwerk wurde 2010 ins Leben gerufen, um Städte und Gemeinden zu unterstützen, sich auf die Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung vorzubereiten und Lösungen zu entwickeln, die das Wohlbefinden und die Lebensqualität älterer Menschen in Lebensbereichen wie etwa Wohnen, Mobilität, Gesundheitsversorgung, soziale Teilhabe und Prävention fördern. Kurz: Wien soll ein Ort sein und werden, an dem man gerne alt wird.
Die Mitgliedschaft verpflichtet außerdem zum Austausch von Erfahrungen, Erfolgen und Erkenntnissen mit anderen Städten und Gemeinden. Das Netzwerk umfasst derzeit 1445 Städte und Gemeinden in 51 Ländern.
"Wir sind fest entschlossen, für die Wiener bis ins hohe Alter eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und eine hohe Lebensqualität sicherzustellen. Der Beitritt zum WHO-Netzwerk ist ein wichtiger Schritt, um unsere Stadt weiter so zu gestalten, dass in jedem Lebensalter ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben möglich ist", so Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ).
Das WHO-Netzwerk unterstützt die Stadt bei der Suche nach innovativen Lösungen. "Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung zeigen uns, wir werden immer älter. Der Fonds Soziales Wien ist sich dieser Herausforderung und auch der Verantwortung bewusst, Menschen mit Pflege- und Betreuungsleistungen zu unterstützen, die sie brauchen. Im Fokus stehen dabei Selbstbestimmung, Lebensqualität und Inklusion", so FSW-Geschäftsführerin Susanne Winkler.
Für Wiens Seniorenbeauftragte Sabine Hofer-Gruber ist das Netzwerk eine "einzigartige Chance" für internationale Sichtbarkeit und Zusammenarbeit. "Die Mitglieder teilen ihre Erfolgsgeschichten, Projekte, Initiativen und Strategien. Wir lernen voneinander und erarbeiten innovative Lösungen, die der Bevölkerung zugutekommen."