Mehr als 1.300 Ideen für den Klimaschutz wurden im April und Mai für die Pilotbezirke Mariahilf, Währing und Floridsdorf eingereicht. Experten der Stadt haben die Ideen einem Check unterzogen, ob sie den Einreichkriterien entsprechen. Jetzt geht es in die nächste Runde. "Alle interessierten Wiener können einen Blick auf die Klima-Ideen werfen und sie gemeinsam mit den Experten der Stadt zu Projektentwürfen weiterentwickeln", erklärt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Zu diesem Zweck gibt es heuer eine neue Veranstaltungsreihe. Bei sogenannten Grätzlwerkstätten in öffentlichen Parks gibt es ab Ende August die Möglichkeit, sich einen Nachmittag lang über die weitergekommenen Ideen zu informieren. Auch diejenigen, die bisher noch nichts vom Wiener Klimateam gehört haben, können sich beteiligen. "Mit der Grätzlwerkstatt wollen wir eine gemütliche Atmosphäre schaffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn nach wie vor gilt: Die Wiener wissen am besten, was es bei ihnen im Grätzl für den Klimaschutz braucht", so Czernohorszky.
Vor Ort sind alle Ideen ausgestellt, die es im jeweiligen Bezirk weitergeschafft haben. Besucher können sich mit Experten der Stadt dazu austauschen. Gibt es konkrete Rückmeldungen, werden vor Ort Projektentwürfe auf Basis der Ideen entwickelt. Ein DJ, Kinderprogramm und Klimatour-Räder sollen zudem für Unterhaltung sorgen.
Im September geht es dann ins Detail: Bei Projektwerkstätten werden in einem Workshop-Setting konkrete Projektentwürfe ausgearbeitet. "Die Zusammenarbeit zwischen Ideeneinreichern und Experten hat sich schon letztes Jahr als sehr konstruktiv erwiesen. Die Einbindung beider Perspektiven hat die Projektentwürfe bereichert und auch die weiteren Umsetzungsschritte auf einen guten Weg gebracht", so Projektleiterin Wencke Hertzsch.
Termine für die Grätzlwerkstatt
22. August, 16 bis 20 Uhr, Johann-Nepomuk-Vogl-Platz (Währing)
24. August, 15 bis 19 Uhr, Esterházypark (Mariahilf)
29. August, 15 bis 19 Uhr, Grete- und-Otto-Ascher-Park (Floridsdorf)
Im November werden die erarbeiteten Entwürfe einer gelosten Gruppe – der BürgerInnen-Jury – von Bezirksbewohnern in den drei Pilotbezirken vorgelegt. Sie schlagen Projekte vor, die in den darauffolgenden Jahren umgesetzt werden sollen. Die Gewinner-Projekte werden im Dezember bekannt gegeben.