Wie von Sinnen soll ein 25-Jähriger Ende Februar auf einen betrunkenen 59-Jährigen in Wien-Landstraße eingeschlagen haben. Das Opfer (59) stürzte auf den Gehsteig, erlitt einen Schädelbasisbruch, ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Gehirnblutung. Der Mann ist seit der Attacke ein Pflegefall, muss ständig betreut werden.
Der 25-Jährige musste sich für die mutmaßliche Wahnsinnstat nun vor Gericht verantworten. Er sei mit seiner Mutter und seiner Freundin auf den Weg in einen Supermarkt gewesen. Dabei wurden seine Begleiterinnen von dem stark betrunkenen 59-Jährigen angestänkert. Die Bemerkungen des Mannes hätten bei ihm "Stress" ausgelöst, so der Angeklagte. Laut einem Zeugen schlug der 25-Jährige den Betrunkenen angeblich mit der Faust nieder. Das Opfer fiel nach hinten, schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf.
Er habe den Mann nur weggestoßen, wollte der Verdächtige dem Richter weismachen. Hätte er wirklich stark zugeschlagen, wäre noch mehr passiert. "Noch mehr?", staunte der Richter. Das Opfer musste nach der Attacke notoperiert werden, lag 13 Tage auf der Intensivstation. Der Mann kann nicht mehr arbeiten gehen, wird wahrscheinlich mit den Folgen des Schlages weiterleben müssen. Auch vor Gericht konnte das Opfer aufgrund der erlittenen Verletzungen nicht aussagen.
Der dreifach vorbestrafte 25-Jährige wurde am Montag zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, er muss 19.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.