Wiener Anwalt in U-Haft genommen

Bild: HELMUT FOHRINGER (www.picturedesk.com)

Nach längeren Ermittlungen gegen einen Rechtsanwalt aus Wien wurde der Jurist am Donnerstag in U-Haft genommen. Der Vorwurf: Der Verdächtige soll Testamente gefälscht haben. Er ist kein unbeschriebenes Blatt.

"Es geht um versuchten schweren Betrug in zwei Fällen", sagte Nina Bussek, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft laut Bericht von "orf.at". Der Anwalt soll Testamente aufgesetzt haben, obwohl die betroffenen Personen nicht in der Lage waren, ein Testament zu verfassen. Grund für die U-Haft ist laut Staatsanwaltschaft Verdunkelungsgefahr.

Staranwalt Rudolf Mayer vertritt seinen Kollegen. Er könne die Inhaftierung nicht nachvollziehen, es liege keine Verdunkelungsgefahr vor, sagte Mayer laut "APA". Laut Mayer existieren mehrere Gutachten über das geistige Befinden der Erblasser. Eines sage aus, dass die betroffene Person testierfähig gewesen sei, im anderen werde gegenteiliges behauptet.

Gegen den Anwalt sollen in der Vergangenheit mehrere Disziplinarverfahren bei der Rechtsanwaltskammer anhängig gewesen sei. Er sitzt nun in der Justizanstalt Josefstadt.

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