Erfolgreiche Gesichter

Wiener Beauty-Doc: "Meine OPs entscheiden Karrieren"

Dr. Beck führt seit 2005 Schönheits-OPs durch. Seitdem hat sich viel verändert. Es gibt neue Trends und es geht längst nicht mehr nur um Schönheit.

Heute Redaktion
Pro Wochen kommen inzwischen rund fünf Männer in seine Praxis, die Mehrheit sind noch immer Frauen. Der Männeranteil ist aber seit 2005 von fünf auf circa zwölf Prozent gestiegen, so Harald Beck (47)
Pro Wochen kommen inzwischen rund fünf Männer in seine Praxis, die Mehrheit sind noch immer Frauen. Der Männeranteil ist aber seit 2005 von fünf auf circa zwölf Prozent gestiegen, so Harald Beck (47)
Helmut Graf

"Ein Mann mit einem sehr schmalen Gesicht oder mit engem Augenabstand wird es schwer haben, erfolgreich zu sein". Instinktiv würden Menschen eher einem Mann etwas zutrauen, "der Biss, der einen markanten Kiefer hat und ohne Falten, die die Sorge in sein Gesicht eingegraben hat", so Schönheitschirurg Harald Beck (47) in seiner Praxis in der Rosengasse 8 (Innere Stadt). Bei der Schönheitschirurgie gehe es nicht allein um Schönheit, sondern auch um Wirkung – und damit auch um Karrieren.

Alphatiere hätten einen breiten Kiefer und das sei aktuell auch ein Trend bei den OPs. Man könne einen neuen Typus schaffen mit gekonnter Chirurgen-Handarbeit. Die meisten Patienten seien zwischen 30 und 60 Jahren, so der Arzt. Einige Männer kämen nach einer Scheidung, nach einem Herzinfarkt – "Die ändern ihre Ernährung, treiben Sport, achten auf ihren Körper. Und lassen dann auch was machen." Warum sich manche Männer sogar freiwillig den Kiefer brechen lassen, kannst du hier lesen:

Männer dürfen heute schöner als Affen sein

Damit hat der Schönheitschirurg einen neuen Trend angesprochen: Gesundheitsbewusstsein beim Mann. "Lange galt ja 'was a Mann schöner is als ein Aff'...". Wer als Mann auf seinen Körper und seine Gesundheit achtete, machte sich irgendwie verdächtig, so der Chirurg.

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    Beide sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Fettabsaugens
    Beide sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Fettabsaugens
    Helmut Graf

    Früher seien seine männlichen Kunden entweder schwul oder stark narzisstisch gewesen. Und vor fünf Jahren seien sie auch noch schamhaft aufgetreten, wenn sie in seine Praxis gekommen sind. Das sei heute überhaupt nicht mehr so, die Männer stünden jetzt dazu, sich um sich zu kümmern, sich zu pflegen, auf sich zu achten – und das sei eine sehr erfreuliche Entwicklung.

    "Aus einem Polo kann ich keinen Ferrari machen"

    Pro Woche kommen inzwischen rund fünf Männer in seine Praxis, die Mehrheit sind noch immer Frauen, der Männeranteil ist aber seit 2005 von fünf auf circa zwölf Prozent gestiegen, so die Schätzung des Arztes. Aber es gelte weiterhin: "Aus einem Polo kann ich keinen Ferrari machen".

    Trends die immer gelten, seien Botox, Hyaluronsäure und Fett absaugen. Es gehe inzwischen aber nicht mehr nur um die Schönheit. Es gehe auch um soziale Aspekte, so der Arzt. Mit gewissen äußerlichen Merkmalen könne man leichter Karriere machen, andere würden einen eher behindern. Ein Gesicht sende Signale aus – und die könne man als Chirurg beeinflussen.

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      Leserreporter

      Auf den Punkt gebracht

      • Dr.Harald Beck, ein erfahrener Schönheitschirurg in Wien, berichtet über die zunehmende Bedeutung von Schönheitsoperationen bei der Karriereentwicklung
      • Er betont, dass es nicht mehr nur um Schönheit, sondern auch um Ausstrahlung und Erfolg geht, wobei bestimmte Merkmale wie ein breiter Kiefer als vorteilhaft angesehen werden
      • Zudem stellt er fest, dass immer mehr Männer seine Praxis aufsuchen, um sich um ihr Aussehen zu kümmern, was auf eine positive Veränderung im männlichen Gesundheitsbewusstsein hinweist