Am Dienstag machten Securities am Eingang zum Wiener Landl einen Marihuana-Fund bei einem Mann in Hanfsocken (l.) und riefen Beamte – wir berichteten. "Heute"-User feierten den Mann in Kommentaren bereits als "Legende".
Doch Gerichtssprecherin Christina Salzborn erklärte nun auf "Heute"-Anfrage zum skurrilen Vorkommnis im Justizgebäude: "Das ist leider kein Einzelfall und kommt durchaus öfter vor. Unsere Sicherheitskräfte bei den Eingängen finden immer wieder Drogen bei der Personendurchsuchung." – Erstaunlich!
Warum der Wiener die illegalen Drogen im Rucksack ausgerechnet ins Justizgebäude schmuggeln wollte, wusste er übrigens selbst auch nicht. "Ich bin halt süchtig", meinte er nur achselzuckend.
Eigentlich sollte hinlänglich bekannt sein, dass es sich bei solchen Suchtmitteln um verbotene Substanzen handelt und man besser nicht damit erwischt wird – ganz besonders nicht dann, wenn man zu einem Gerichtstermin in ein Justizgebäude geladen ist. Aber Ausnahmen bestätigen offenbar die Regel. Es werde zwar in keiner Statistiken geführt, aber es dürfte mehrmals im Jahr zu Polizeieinsätzen aufgrund von sichergestellten Drogen kommen.
Was folgt, sind Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz – einige der Betroffenen müssen neben einer Strafe auch neue Vorladungen vor Gericht befürchten. Wiederholungstäter sind dem Personal des Landesgerichts übrigens (noch) keine bekannt.