Wiener Bürger bewahren Zeitungsverkäufer vor Haft

Groß war die Aufregung, als bekannt wurde, dass ein Straßenzeitungsverkäufer bis zum 24. Dezember 300 Euro auftreiben muss, sonst verbringe er die Weihnachtstage hinter Gittern. Frank S. konnte die Summe nicht auftreiben, aber hilfsbereite Wiener kauften den Mann frei.

Groß war die Aufregung, als bekannt wurde, dass , sonst verbringe er die Weihnachtstage hinter Gittern. Frank S. konnte die Summe nicht auftreiben, aber hilfsbereite Wiener kauften den Mann frei.

Frank S. muss am Weihnachtstag nicht ins Gefängnis. Hilfsbereite Bürger erklärten sich laut "SOS Mitmensch" bereit, die ausstehende Strafe von 300 Euro wegen Verstoßes gegen die Bettelverordnung zu begleichen. Sie bescheren S. damit ein Weihnachtsfest in Freiheit. "Ich möchte den Menschen, die mir geholfen haben, vom ganzen Herzen danke sagen. Ich hatte wirklich große Angst", so S. über die Rettung im letzten Moment.

In der Zwischenzeit haben laut "SOS Mitmensch" hunderte Bürger Protestmails an den Wiener Bürgermeister Michael Häupl verschickt. Häupl wird dazu aufgefordert, jene umstrittenen Paragraphen im Landessicherheitsgesetz zu beseitigen, die Armutsbetroffene mit hohen Strafen belegen, auch wenn diese niemanden geschädigt oder gefährdet haben. "Die Anti-Bettelparagraphen im Landessicherheitsgesetz widersprechen fundamental den Prinzipien, die von der Wiener SPÖ als Kern ihrer eigenen Politik bezeichnet werden", so Alexander Pollak, Sprecher von "SOS Mitmensch".

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