Wiener Demo fordert die sofortige Grenz-Öffnung

Am Freitag gingen Tausende in der Wiener Innenstadt auf die Straße und forderten in der Türkei-Griechenland-Krise: "Öffnet die Grenzen!"
Die Initiative Cross Border Solidarity Wien rief "angesichts der brutalen und mörderischen Schließung der Grenzen zwischen der EU und der Türkei gegen flüchtende Menschen" am Freitag in Wien gemeinsam mit über 30 solidarischen Organisationen "zu lautem und entschlossenem Protest auf". Daran beteiligt haben sich auch Asyl in Not, die Asylkoordination Österreich oder die "Omas gegen Rechts" sowie die Rosa Antifa Wien.

"Flucht vom Krieg wird bestraft"

Der Demonstrationszug ging vom Marcus-Omofuma-Denkmal am Platz der Menschenrechte über den Ring, vorbei am Parlament und am Haus der Europäischen Union, bis zum Oskar-Morgenstern-Platz neben dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände. Das Ende der Kundgebung ist mit 21.30 Uhr angesetzt.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Die Demonstration nimmt damit die Rolle Österreichs in den Blick und macht außerdem die Verbindung zwischen der Gewalt gegen Flüchtende, Krieg, der Militarisierung der europäischen Grenzen, sowie der rassistischen Abschiebepraxis mitten in Wien deutlich", heißt es von den Organisatoren. "Das vorläufige Ende des menschenrechtswidrigen EU-Türkei-Deals wird durch die Bagatellisierung der Menschenrechte und die Militarisierung der Grenzen ersetzt", so Katerina Anastasiou von der Initiative Cross Border Solidarity Wien.



Wiener Demo fordert die sofortige Grenz-Öffnung. (Video3)

Tausende Geflüchtete an der griechisch-türkischen Grenze würden mit Tränengas und scharfer Munition am Eintritt in die EU gehindert. "Die Flucht vom Krieg wird zum 'illegalen Grenzübertritt' umbenannt und mit Gefängnis bestraft", so Anastasiou.

Die Forderungen der Initiative

Die österreichische Polizei würde zur "Abwehr" nach Griechenland geschickt, "Rechtsradikale aus Deutschland und Österreich machen sich auf den Weg dorthin, um faschistische Gruppen in ihren gewalttätigen Attacken gegen Geflüchtete und sich solidarisierende Menschen zu unterstützen".

Dagegen will die Initiative Widerstand leisten "und stellen uns an die Seite jener, die ein Leben in Sicherheit und Würde suchen".

Die Initiative Cross Border Solidarity Wien fordert "in diesem Sinne als Ausweg aus der untragbaren aktuellen Situation offene Grenzen, Bewegungsfreiheit und sichere Reisewege".







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