Wiener Diplomat plante Terroranschlag bei Zugfahrt

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Symbolbild(Bild: EPA)
Ein Diplomat der iranischen Botschaft in Wien soll hinter einem vereitelten mutmaßlichen Terroranschlag bei Paris stecken.

Am Freitag berichteten "Presse" und "orf.at" von den neuesten Erkenntnissen des belgischen Geheimdienstes. Die Informationen stammen aus einem Schreiben von Geheimdienstchef Jaak Raas im Rahmen des Prozesses gegen den Diplomaten, der seit 2018 in Belgien in Haft sitzt. Dort wird er als "operationeller Kommandant" des Terrorakts bezeichnet.

Gemeinsam mit drei weiteren Personen soll er 2018 einen Anschlag auf iranische Ex-Oppositionelle in Frankreich geplant haben. Dieses Vorhaben soll "im Namen des Iran konzipiert und vorangetrieben" worden sein. Eine Anfrage der APA an die iranische Botschaft zu diesen Vorwürfen blieb unbeantwortet.

Langjährige Planung

Der Anschlag, der zum Glück vereitelt werden konnte, hätte einem Kongress des Volksmujaheddin gelten sollen, der in Paris seinen Sitz hat und als Teil der Widerstandsbewegung in Iran verboten ist. Kontakt zu seinen Komplizen hatte der Diplomat demzufolge bereits seit 2015, Treffen gab es unter anderem in München, Venedig, Mailand und eben Österreich.

Einem Geständnis zufolge wurde die Tat auf einer Zugfahrt von Wien nach Salzburg geplant. Es wird vermutet, dass die Sprengvorrichtung 2018 auf einem Flug von Teheran nach Wien im Gepäck des Diplomaten geschmuggelt wurde, da dieses nicht untersucht werden darf. Die Bestandteile der Bombe wurden daraufhin in einem Fast-Food-Restaurant in Luxemburg übergeben. Am 27. November soll der Prozess in Belgien beginnen.

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