Wiener Drogen-Hotspots: 20 Festnahmen am Abend

Seit Mitternacht ist die Novelle des Suchtmittelgesetzes in Kraft, die der Polizei ein schärferes Vorgehen gegen den Drogenhandel ermöglichen soll. "Die Lage an den Hotspots ist merklich ruhig", zog Polizeisprecher Roman Hahslinger Mittwochabend eine erste Bilanz. Eine massive Polizeipräsenz über den ganzen Tag drängte die Dealer zurück. Die Anrainer - vor allem entlang der U6 am Gürtel - sind begeistert.

Seit Mitternacht ist die in Kraft, die der Polizei ein schärferes Vorgehen gegen den Drogenhandel ermöglichen soll. "Die Lage an den Hotspots ist merklich ruhig", zog Polizeisprecher Roman Hahslinger Mittwochabend eine erste Bilanz. Eine massive Polizeipräsenz über den ganzen Tag drängte die Dealer zurück. Die Anrainer - vor allem entlang der U6 am Gürtel - sind begeistert.

Anrainer und Angestellte entlang des Wiener Hotspots Thaliastraße, dem Lerchenfelder Gürtel und der U6-Station Josefstädter Straße jubeln am Ende des ersten Tages mit dem neuen Drogengesetz. Und auch eine Verlagerung des Suchtgifthandels auf Orte abseits der bisherigen Hotspots wurde von der Polizei bislang nicht beobachtet. Wer beim Verkauf von Suchtgift im öffentlichen Raum erwischt wird, muss seit Mitternacht mit bis zu zwei Jahren Haft rechnen.

Unmittelbar nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes hatte entlang der U6 noch Hochbetrieb geherrscht. Am Nachmittag waren die Dealer dann aber so gut wie verschwunden. Vor allem im Umkreis der U-Bahn-Station Thaliastraße.

Jeder potenzielle Dealer kontrolliert

Die Polizei war den ganzen Tag über stark vertreten, so gut wie jeder Schwarzafrikaner wurde unter die Lupe genommen. Laut Hahslinger sind 90 Prozent des Drogenhandels an der U6 in schwarzafrikanischen Händen. Es gab am Mittwoch mindestens 20 Festnahmen. Seit 20. Mai läuft die "Aktion scharf", bei der die Drogenhändler aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden sollen.

Auf Basis der neuen Rechtslage hofft die Polizei, den Suchtgifthandel eindämmen zu können. In der Justizanstalt Josefstadt wurden vorsorglich zusätzliche Haftplätze geschaffen.

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