Wiener Eisbrecher ist fit für Einsatz auf der Donau

Nach einem Brand im Februar wurde das Schiff in Wien nun generalsaniert. Jetzt ist der Eisbrecher wieder wie neu – und bereit für den Einsatz auf der Donau.

Die MS Eisvogel ist seit Mittwoch zurück im Heimathafen Wien-Freudenau. Der Eisbrecher wurde nach einem Schwelbrand monatelang in einer Linzer Werft saniert, Unter- und Oberdeck sowie das Ruderstand mussten repariert werden. Auch Mannschaftskabinen, Kombüse und Salon wurden erneuert. Zusätzlich wurde das Schiff mit Brandmeldern ausgestattet.

80 Tonnen Stahl und 520 PS gegen das Eis

Die MS Eisvogel muss in kalten Wintern ausrücken, um das Eis auf der Donau zu brechen. Ansonsten würde damit der starke Eisdruck die vor Anker liegenden Donau-Kreuzer beschädigen.

80 Tonnen bringt der 32 Meter lange und 6,5 Meter breite Eisbrecher auf die Waage. Bis zu 12 Millimeter dicker Stahl schützt den Rumpf vor den scharfen Eiskanten. Die 520 PS starken Dieselmotoren schieben den Koloss im Schritttempo Meter um Meter voran. Wird das Eis noch dicker, kann die "Eisvogel" zusätzlich noch rund 30 Tonnen an Wasserballast aufnehmen. Das Schiff hievt sich dann auf die Eisplatte und bricht sie mit seinem Gewicht in Stücke. Bis zu 60 Zentimeter dickes Eis kann so gebrochen werden.

Hafen muss offen sein

Als größter Donauhafen Österreich muss der Hafen Wien auch im Winter offen sein. Ein Drittel der rund 1.100 Frachtschiffe, die pro Jahr im Hafen Wien abgefertigt werden, legen in der kalten Jahreszeit hier an. Fest vertaut liegen auch Kreuzfahrtschiffe am Kai, um bis zum Frühling sicher zu überwintern.

Schon bei Temperaturen ab minus sechs Grad frieren die Fahr-Rinnen im Hafenbecken innerhalb eines Tages zu. Ab minus 15 Grad würde das Areal sogar innerhalb weniger Stunden zu einem riesigen "Eislaufplatz" werden. Das wird mit Hilfe der "Eisvogel" verhindert. (pet)

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