Wiener Familien wegen Alpine-Pleite obdachlos

Bild: Hertel Sabine

Ein Konjunkturpaket in Milliardenhöhe sollte den Schaden, den die Alpine-Pleite verursacht hat, abfedern - doch die Krise ist bereits ganz unten angekommen: Weil Hunderte Wohnungen in Wien nicht fertiggestellt werden können, sind jetzt viele obdachlos.

, abfedern – doch die Krise ist bereits ganz unten angekommen: Weil Hunderte Wohnungen in Wien nicht fertiggestellt werden können, sind jetzt viele obdachlos.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen obdachlos werden. Im Sozialstaat Österreich sollte keiner davon sein, dass ein Baukonzern Pleite geht – und doch ist es so: "Ich hätte Ende Juli in meine neue Wohnung ziehen sollen", erzählt Oliver P. (34). "Die alte habe ich schon gekündigt. Jetzt stehe ich auf der Straße." Er ist eine von 97 Parteien des Neubaus Hackergasse 6, errichtet von Alpine (im Auftrag der Sozialbau AG).

"Wir können leider nicht absehen, wann fertiggebaut wird", sagt Franz Bubich, Leiter der Technik-Abteilung. "Wir verhandeln mit Subunternehmen, versuchen für die Mieter eine Lösung zu finden." Bei einem Info-Abend trifft "Heute" viele verzweifelte Mieter: Alleinerziehende Mütter, betagte Ehepaare, junge Eltern, die nun nicht wissen, wie es weitergeht. Laut Schätzungen verzögert sich in Wien die Fertigstellung von rund 1.000 Wohnungen, die von der Alpine begonnen wurden, um Monate.

Anna Thalhammer

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