Österreich

Wiener Fiaker stehen ohne Einnahmen vor dem Ruin

Heute Redaktion
Teilen
Picture

Sie sind bei den Touristen äußerst beliebt und gehören in Wien zum Stadtbild wie der Stephansdom oder das Riesenrad. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen die Wiener Fiaker aber vor dem finanziellen Ruin.

Eine Fahrt mit dem Wiener Fiaker gehört zum Höhepunkt vieler Touristen. Es gibt kaum einen gemütlicheren Weg, um die Stadt Wien zu erkunden. Damit könnte aber bald Schluss sein.

21 Unternehmen betroffen

Aufgrund der Corona-Krise mussten auch die zweispännigen Kutschen ihren Betrieb einstellen. 21 Unternehmen sind vom angeordneten Stillstand betroffen. Seit Wochen gibt es keine Einnahmen, die Fixkosten laufen trotzdem weiter.

"Eine Katastrophe, alles steht in der Garage", beschreibt Stallmeister Krasimir Vlaschki die Situation gegenüber dem "ORF". Er ist einer der wenigen, noch verbliebenen Mitarbeiter bei Wiens größtem Fiakerunternehmen Paul in Simmering.

Über 15.000 Euro monatlich

Die Kutschen sind zugedeckt, 77 Pferde befinden sich in den Ställen. Christian Gerzabek, Kutscher und Obmann der Initiative "Pro Fiaker Kultur" will vor allem wegen der Tiere weitermachen: "Es sind Kollegen, sie sind wie Familienmitglieder. Jedes Pferd, jeder Kutscher kennen sich, es sind einfach gut zusammengespielte Teams."

Seit 15. März stehen die Kutschen still. Rund 15.400 Euro betragen die Kosten für die Pferde, Versicherungen, Personal und sonstiges. Gerzabek hofft auf Hilfe der Stadt Wien.