Wien

Wiener gefragt – jetzt braucht es Ideen für das Klima

Bis 28. Mai sind wieder Ideen für das Klima in drei Wiener Bezirken gesucht. Was davon umgesetzt wird, soll Ende des Jahres feststehen.
Heute Redaktion
17.04.2023, 17:23
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2022 startete die Stadt Wien mit dem Pilotprojekt "Klimateam". Das Konzept: Wiener bringen ihre Vorschläge und Ideen für Verbesserungen zum Thema Klimaschutz ein, die gemeinsam mit Experten ausgearbeitet werden. Die Stadt spricht von einem großen Erfolg: 1.100 Ideen gingen ein, 19 werden nun umgesetzt.

Nun geht das Klimateam in die zweite Runde. Noch bis 28. Mai sind die besten Ideen gesucht. Diesmal mit dabei sind die Bezirke Mariahilf, Währing und Floridsdorf. Mitmachen können alle, die in Wien leben, als Einzelperson oder als Gruppe. Die Ideen werden online auf www.klimateam.wien.gv.at, via Postkarte oder bei den Aktionstagen in den drei Bezirken.

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Entscheidung fällt noch 2023

Während der Aktionstage können die Wiener mehr über die Klimakrise und das Klimateam erfahren. Sie finden von 17. bis 28. April in Währing, von 1. bis 12. Mai in Floridsdorf und von 15. bis 26. Mai in Mariahilf statt (genaue Termine finden sich auf der Klimateam-Website). Nach der Einreichungsphase werden die Ideen von den Bürgern gemeinsam mit Experten der Stadt und der Bezirks zu Projektskizzen weiterentwickelt. Am Ende entscheidet eine repräsentativ ausgeloste Jury, welche Projekte umgesetzt werden. Das soll voraussichtlich gegen Ende des Jahres passieren.

"Schon 2022 haben die Wiener bewiesen, dass sie Experten für ihre Stadt sind. Ich freue mich, dass das Klimateam 2023 in drei neuen Bezirken weitergeht", so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). "Ob Mariahilf, Währing oder Floridsdorf, jeder dieser Bezirke hat seine eigenen Herausforderungen und Wünsche. Somit ist es umso erfreulicher, dass jeder Einzelne mit seinen Ideen und Vorschlägen Teil des Wiener Klimateams sein kann und dazu beiträgt, dass am Ende des Tages aus ihren Ideen gemeinsame Projekte umgesetzt werden, die auf die speziellen Bedürfnisse und Wünsche der Bezirke abgestimmt sind", ergänzt Neos-Klimasprecher Stefan Gara.

Bezirksvorsteher stehen hinter Projekt

"Neu sind die Klimateam Foren zum Auftakt der Aktionstage in den Bezirken", erklärt Projektleiterin Wencke Hertzsch. "Dort können sich Bürger direkt mit Klimastadtrat Czernohorszky und ihrem Bezirksvorsteher über alle Fragen rund um das Klima austauschen, Teil des Klimateams werden und ihre Ideen einbringen."

Auch die Bezirksvorsteher stehen dem Projekt positiv gegenüber: "Beteiligung hat bei uns einen hohen Stellenwert. Mit dem Klimateam können die Mariahilfer unseren Bezirk aktiv mitgestalten", so Markus Rumelhart (SPÖ). "Damit unsere Stadt so lebenswert bleibt, müssen wir jetzt gemeinsam und entschlossen handeln", sagt Währings Bezirkschefin Silvia Nossek (Grüne) und der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) ergänzt: "Das Klimateam in unserem Bezirk zu haben, wird unsere Klimamaßnahmen weiter vorantreiben."

Scharfe Kritik von der Opposition

Im Vorjahr wurden 1.100 Ideen in Margareten, Simmering und Ottakring eingereicht. Von 102 wurden Projektskizzen entwickelt, 19 zur Umsetzung vorgeschlagen. Die Stadt spricht von einem "großen Erfolg", Kritik kommt jedoch von der Wiener ÖVP. Die bisherige Bilanz sei "äußerst bescheiden", so Gemeinderätin Elisabeth Olischar. So seien 13 Millionen Euro dafür genehmigt worden, jedoch sollen "nur" 1,7 Prozent aller eingereichten Ideen umgesetzt werden.

"Damit stellt sich die Sinnfrage dieses Projektes mehr als deutlich", so Olischar, die auch mehr Transparenz fordert. "Die Projekte, die jetzt umgesetzt werden, werden auch nicht mehr abgestimmt. Ein ausführlicher Bericht beziehungsweise eine Bilanz vom letzten Jahr liegt der Opposition nicht vor. Für uns ist das Projekt weiterhin eine Blackbox." Die ÖVP fordert einen umfassenden Bericht inklusive Kostenaufschlüsselung.

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