Wiener hängt fünf Stunden in Felswand im Montafon fest

Eine Bergung des Paares mittels Hubschrauber war nicht möglich, da der Heli nicht nahe genug an die Felswand fliegen konnte (Symbolfoto)
Eine Bergung des Paares mittels Hubschrauber war nicht möglich, da der Heli nicht nahe genug an die Felswand fliegen konnte (Symbolfoto)Martin Huber / picturedesk.com
Ein 37-jähriger Wiener blieb bei einer Klettertour im Montafon (V) hängen. Er musste fünf Stunden in 2.300 Metern Höhe ohne Hilfe ausharren.

Am Samstagvormittag unternahmen ein 37-jähriger Wiener und eine 27-jährige Vorarlbergerin die Klettertour "Kabarett Drusenfluh" im Montafon. Auf etwa 2.300 Metern verhängte sich plötzlich das Seil oberhalb von ihnen. Nachdem sie weder vor noch zurück konnten, setzten sie einen Notruf ab. Fünf Stunden mussten sie in der Wand ausharren.

Helikopter konnte nicht nah genug an die Felswand

Über Matschwitz begab sich das Paar zu Fuß ins Gauertal, zur Lindauer Hütte und stieg gegen 13 Uhr in die Route "Gelbeck Ostwand" ein. Bei dieser Route handelt es sich um eine Kletterroute mit Schwierigkeitsgrad 7+ . Nachdem sie ihr Ziel gegen 18 Uhr erfolgreich erreicht hatten, begannen sie etwa eine Stunde später mit dem Abstieg. Dabei kamen sie aber von der Route ab und verstiegen sich.

Da sich das Seil oberhalb von ihnen verhängt hatte, konnten sie nicht mehr weiter absteigen und setzten gegen 20:30 Uhr einen Notruf per Telefon ab. Eine Taubergung mittels Hubschrauber war nicht möglich, da der Heli nicht nahe genug an die Felswand fliegen konnte. Daher erfolgte eine terrestrische Bergung durch die Bergrettung.

Niemand wurde verletzt

Gegen Mitternacht gelangten zwei Bergretter zu den beiden und konnten diese schließlich bis ins Tal abseilen. Der Einsatz endete gegen 1:30 Uhr beim Bergrettungsheim Tschagguns.

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