Wie ein Lauffeuer verbreitete sich in den vergangenen Tagen die "Nachbarschaftschallenge". Mit dabei ist Gino Sabani. Er erledigt Besorgungen für Hilfsbedürftige oder plaudert einfach nur mit ihnen.
Bei der Fleischerei schnell eine Bestellung abholen, danach in die Apotheke fahren und anschließend mit dem Hund Gassi gehen. Das steht auf der To-do-Liste von Gino Sabani.
Doch das alles tut der Wiener nicht für sich selbst, sondern für Menschen, die Unterstützung brauchen. Der 23-Jährige hat sich vor wenigen Tagen bei der "Corona Nachbarschaftshilfe Österreich" gemeldet. "Innerhalb von ein paar Tagen haben sich sieben Leute bei mir gemeldet, die Hilfe brauchen", erzählt er im Gespräch mit "Heute".
Doch nicht nur über die Online-Plattform bietet der Rotkreuz-Mitarbeiter seine Unterstützung an. "Ich habe im Stiegenhaus meine Kontaktdaten aufgehängt." Insgesamt haben sich seither 19 Personen bei ihm gemeldet. "Für die meisten Leute gehe ich einkaufen oder mit dem Hund Gassi. Die Schwester eines 92-Jährigen hat mich angerufen und gefragt, ob ich mit ihrem Bruder einfach nur reden könnte. Auch das mache ich. Natürlich im Stiegenhaus mit ein paar Metern Abstand."
Die Alltags-Helden Österreichs